3. Tag - Montag, 15.08.2011

Pünktlich um 9:00 Uhr traf Thomas vor unserer Pension ein und wir machten uns zum zweiten Mal auf den Weg zum Tulove Grede. Bei jetzt schon herrschenden Temperaturen um 35 Grad rüsteten wir uns oben angekommen mit viel Wasser für eine Tagestour, die uns zur „Grünen Wiese“, zur Sterbestelle und anschließend über den Kamm zum auf der Nordseite liegenden Gipfelplateau führen sollte. Unser Ziel war es, sämtliche Szenen der Verfolgung Winnetous aus „Winnetou 3“ zu finden. Auf der Geierwiese hielten sich zu diesem Zeitpunkt schon zwei Drehorttouristen auf. Mit der Winnetoumelodie vom Handy machten wir uns auf den Weg zur „Grünen Wiese“. Dort angekommen stellten wir fest, dass uns die beiden anderen Winnetoufans in sicherem Abstand gefolgt waren und jetzt ziemlich unschlüssig dastanden. Wir zögerten nicht, Sie anzusprechen. Robert und Alex, so stellten die beiden sich vor, kamen aus München und waren zum ersten Mal am Tulove, allerdings ohne Filmbilder oder dergleichen. Wir luden die beiden ein, uns auf der Tour zu begleiten, was sie dankend annahmen. So kamen die beiden völlig unverhofft zu einer umfassenden Tour zu den schönsten Drehorten, die sie, wie sie zugaben, sonst nie gesehen hätten. Auf der „Grünen Wiese“ fanden wir alle Einstellungen, sogar Robert entdeckte schließlich in einem abseits gelegenen kleinen Nebental die letzten uns noch fehlenden Einstellungen. Wir waren anschließend ziemlich überrascht, den Ein- und Aufstieg zur Sterbestelle vollkommen freigeschnitten und deutlich mit roten Pfeilen auf den Felsen markiert vorzufinden. Innerhalb weniger Minuten erreichten wir so ohne großes Suchen und ohne Probleme den schicksalsträchtigsten Ort der Winnetoufilme. Auch hier oben war mächtig abgeholzt worden, sodass uns bisher in Büschen verborgen gebliebene Stellen jetzt zugänglich waren. Die „Apatschen töten Rollins mit Speeren“ und „Rollins mit Lasso am Fuß“ waren ohne Mühe auffindbar. Lediglich die Szene, in der Rollins durch das Lasso gefangen wird, ließ sich nicht auffinden. Wir waren der Meinung, dass diese Szene etwas unterhalb der Sterbestelle gedreht sein könnte, den Ort selbst oder einen Weg rechts der Sterbestelle abwärts haben wir aber nicht gefunden.
Nach gut zwei Stunden Aufenthalt brachen wir zum Gipfel auf. Bereits nach wenigen Metern mussten wir feststellen, dass dies ein schwieriges Unterfangen werden würde. Ein erkennbarer Weg nach oben war nicht erkennbar, alles war zugewachsen. Hatten wir ein paar Höhenmeter erklommen mussten wir immer häufiger wieder umkehren und einen anderen Weg suchen, da sich das Gestrüpp vielfach als undurchdringlich erwies. Gleichzeitig mussten wir aufpassen, nicht zu weit von den Drehorten der Verfolgung Winnetous zwischen Sterbestelle und Gipfel abzudriften. Während sich alle anderen einen möglichst einfachen Weg nach oben bahnten, schlugen sich Robert und ich mühsam durchs Unterholz zu den beiden Drehorten. Den ersten konnten wir schließlich erreichen, den anderen, etwas weiter oben gelegenen allerdings nicht. Das Gestrüpp war einfach zu dicht um die Kameraposition genau einzunehmen. Während die anderen schon im Schatten des großen Fingerfelsens pausierten, kamen wir schließlich ziemlich erschöpft und zerschunden oben an. Ob der großen Hitze, aber auch wegen der grandiosen Aussicht, folgte eine längere Pause, die jeder auf seine Weise nutzte. Bevor es schließlich weiterging kam wieder die Diskussion der Minengefährdung in dieser Gipfelregion auf. Da Thomas, Robert und ich schon jeweils getrennt von einander den Weg über den Kamm gegangen waren, beschlossen wir einstimmig, auch diesmal weiterzugehen. Thomas führte die Gruppe an, Robert und ich suchen und fanden erst noch die letzten hier oben gedrehten Szenen der Verfolgung und folgten dann etwas später. Ich muß sagen, auch diesmal war mir wieder mehr als mulmig zumute. Ein unbeschwertes Bewegen in dieser Region wird für mich wohl nicht möglich sein. Aber alle kamen wir wohlbehalten auf der anderen Seite an und begaben uns sogleich auf das Gipfelplateau. Lediglich Robert war, abgesehen von unseren beiden zusätzlichen Begleitern, das erste Mal hier oben an diesem Teil des Tulove. Bis Robert alle Einstellungen fotografiert haben würde, würde es etwas dauern. So trennten wir uns hier. Thomas, Wolfram und unsere beiden Begleiter stiegen bereits wieder bergab und fuhren zurück nach Rovanjska, während Robert und ich noch oben blieben. Zum Abschluss des Tages haben wir anschließend noch einige Szenen auf der Skelettwiese gesucht. Erst gegen 19:00 Uhr beendeten wir diesen langen Tag am Tulove und fuhren ebenfalls heim in unsere Pension. Nach einer ausgiebigen Dusche ließen wir diesen letzten Abend in Rovanjska in unserem Stammlokal ausklingen.

 

Vorbereitung auf den Aufstieg zur Sterbestelle Auf der Geierwiese mit dem Surehandfelsen Auf der grünen Wiese Der Schuft hat mir das Messer ...
An der Sterbestelle Mühevoller Aufstieg zum Gipfel oberhalb der Sterbestelle Ausblick vom großen Fingerfelsen oberhalb der Sterbestelle Minenwarnungen an der Nordseite oberhalb des Kraters

 

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