1. Tag - Samstag, 13.08.2011

Wie heißt es doch so schön: „Vorfreude ist die schönste Freude“. Das stimmt auch, doch irgendwann kann man es dann nicht mehr erwarten. So war ich froh, dass der Tag der Abreise gekommen war und es am Samstagmorgen nach 452 Tagen Drehortabstinenz endlich los ging. Dieses Jahr sollte die Reise ja etwas anders ausfallen. Erstens musste ich nicht alleine fahren und zweitens wollten wir nicht nur in Kroatien bleiben, sondern vor Allem die Drehorte in Bosnien-Herzegowina und Montenegro besuchen. Eine Reise mit mehreren Unbekannten stand also nicht nur mir, sondern auch meinen beiden Reisebegleitern Wolfram und Robert bevor. Denn so gut kannten wir uns noch nicht und wir wussten nicht ob in der Gruppe alles klappen würde. Im Vorfeld hatten wir zwar viele Dinge besprochen und generelle Gemeinsamkeiten festgestellt, aber es galt doch die nächsten 11 Tage miteinander zu verbringen. Dazu die ungeklärte Frage, was würde uns in Bosnien-Herzegowina und in Montenegro erwarten. Zwar hatte ich im Vorfeld mit einigen Fans Kontakt, die schon mal dort waren, aber so überzeugt waren wir nicht, dass vor Ort, insbesondere in Bosnien-Herzegowina alles problemlos verlaufen würde.
Robert war bereits am Freitag von München aus mit dem Zug gestartet. 19 Stunden sollte die Fahrt bis Split dauern, die Ankunft war für 8:00 Uhr terminiert. Wolfram und ich flogen fast gleichzeitig von Köln bzw. Hannover los und sollten auch gemeinsam gegen 13:00 Uhr in Split landen. Und so war es auch. Eine anfängliche Verzögerung von 20 Minuten konnte mein Flieger wieder aufholen und so landete ich direkt hinter der Maschine von Wolfram pünktlich in Split. Wolfram und ich trafen somit schon in der Ankunftshalle aufeinander. Am Ausgang wartete dann auch Robert auf uns. Er hatte den Vormittag genutzt, in Trogir einige Drehorte zu besichtigen. Nachdem wir den Leihwagen in Empfang genommen hatten ging es auch gleich los. Nach einem Besuch des Stadions von Hajduk Split (Anm. hier wurden keine Szenen zu einem Winnetoufilm gedreht) stand als erstes gleich die Villa Vermeulen auf dem Programm. Robert hatte diesen Drehort Anfang des Jahres ausfindig gemacht und bei seinem Besuch im April bestätigt gefunden. Diesmal hatten wir Glück und die Eigentümerin war anwesend. Bereitwillig gewährte sie uns Zutritt zum hinteren Bereich des Hauses, so dass wir ungestört die ersten Drehortfotos schießen konnten. Nach gut einer Stunde verabschiedeten wir uns und fuhren gen Norden nach Biograd. Hier stand zuerst das Sioux-Lager am Vransko jezero auf dem Programm, danach Drage mit Winnetous Todesahnung. Beide Drehorte hatte ich im letzten Jahr bei strömendem Regen besucht, davon wollten wir dieses Jahr verschont bleiben. Ich hatte deshalb den Reisetermin bewusst in den August gelegt um eben das Regenrisiko so gering wie möglich zu halten. Bereits beim Aufstieg zum Drehort in Drage wurde uns der Unterschied bewusst. Wurde ich letztes Jahr nass bis auf die Knochen, lief uns jetzt der Schweiß den Rücken herunter. Belohnt wurden wir mit dem schönen Ausblich auf die Bucht vor Pakostane auch, wenn es für den Sonnenuntergang noch zu früh war.
Nach dem Abstieg brauchten wir eine Pause. Direkt am Wasser fanden wir ein kleines Restaurant in dem wir uns stärken konnten.
Auf dem Weg zu unserer ersten Station in Rovanjska wollten wir noch den Drehort „Drahtseil“ aus Winnetou 3 in Bokanjacko blato mitnehmen. Auch hier musste ich wegen eines sintflutartigen Wolkenbruchs im letzten Jahr die Segel streichen. Als wir am Drehort ankamen dämmerte es bereits. So ganz überzeugt davon am richtigen Drehort zu sein waren wir alle nicht, obwohl es exakt die Stelle war, die Sandro und Ulrich im Internet beschreiben. Robert löste das Problem, in dem er kurzerhand den Film auf seinem Schlepptop startete und wir die entsprechende Szene direkt vor Ort abgleichen konnten. Den letzten Zweifel beseitigte das aber auch nicht, denn das Velebitgebirge schien uns doch sehr viel weiter entfernt als im Film.
Fast bis zur vollständigen Dunkelheit blieben wir am Drehort und mussten uns dann sputen, wieder aus dem unwegsamen Gelände heraus zu kommen. Spät um 21:30 Uhr trafen wir in unserer Pension in Rovanjska ein. Leider hatte ich in meiner Stammpension keine Zimmer mehr bekommen, so dass wir ein anderes Quartier beziehen mussten. Dies lag unglücklicher Weise an der Hauptstraße und in den Zimmern war der Verkehr ziemlich laut zu hören. Ein entspanntes Schlafen war hier in den drei Nächten leider nicht möglich.

Übernahme des Leihwagens Am Vranzko jezero Was ahnte Winnetou wirklich? Über den Dächern von Drage
Huhu, hier bin ich Nach dem zweiten Drehort schon erschöpft Drehortabgleich in Bokanjacko blato mit dem Original Abendstimmung über Bokanjacko blato

 

 

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