Drehortreise Oktober 2017

Kurzentschlossen haben Wolfram und ich nochmals eine Drehorttour unternommen.
Auf dem Programm standen mehr oder weniger nur die Suche von Szenen an unbekannten Drehorten, oder Szenen an Orten, die ich bisher noch nicht aufgesucht hatte.
Bezogen auf die unbekannten Drehorte war die Drehortreise nicht sehr erfolgreich. Keine der Szenen konnten wir lokalisieren. Spaß gemacht hat die Tour dennoch allemal. Wir hatten die 4 Tage Sonne pur bei 25 Grad, das war perfekt.


1. Tag, Donnerstag 12.10.2017

Nach der Landung in Split am frühen Nachmittag sind wir als erstes nach Ladevici gefahren. Die Hoffnung, dort in einem Bachbett den Ritt unter Banditenbeobachtung aus Winnetou 2 zu finden hat sich aber leider nicht erfüllt. Anschließend waren wir noch in Rupe/Dubravice.
Im Schlusskampf im „Tal der Toten“ (gedreht in der Paklenica-Schlucht) treten Sam Hawkens und Lord Castlepool in Indianerkostümen auf. Die großformatigen Aufnahmen im Film lassen keinen Rückschluss auf den Drehort zu. Es existieren aber Filmfotos, auf denen der Hintergrund gut zu erkennen ist. Die darauf zu sehende Felscharakteristik ist 100% mit Rupe übereinstimmend und kommt in der Paklenicaschlucht nicht vor. Der im Film zu erkennende kleine Felsausschnitt ist auch auf den Filmfotos auszumachen. D.h., Fotos und Filmszenen sind am gleichen Ort gemacht.
Die Felsgruppen am Hang rechts des Eingangs zum Schlangental sind alle relativ frei und wir konnten diese daher genau untersuchen. Aber auch hier leider keine Erfolgsmeldung. In Roski, einer weiteren Möglichkeit, haben wir später auch noch gesucht, aber dort sind derartige Felsen nicht vorhanden. Der größte Teil des Tals in Rupe ist heute nicht mehr zugänglich. Daher bleibt dieser Drehort wohl verschollen.
Am frühen Abend erreichten wir unser Quartier am Eingang 2 des Krka-Nationalparks, das Hotel Vrata Krke (günstig und zu empfehlen).

 

2. Tag, Freitag 13.10.2017

Am frühen Morgen ging es in den Park. Hier wollten wir zum Beratungsplateau. Auch hier erlebten wir wieder ein Negativerlebnis (kein Wunder: Freitag, der dreizehnte). Die Wärter ließen uns nicht auf die Straße. Sie rannten hinter uns her und verscheuchten uns unter Androhung des Parkverweises. Wir haben dann noch versucht, am hinteren Ende des Parkplatzes in den Wald vorzudringen. Aber hier ist das Gestrüpp so dicht, dass wir Abstand genommen haben. Also kein Beratungsplateau und auch kein Lord Castlepool mit Lupe. Wir waren dann nur (Wolfram zum ersten Mal) am Sterbeort Major Kingsley. Das Buschwerk ist auch hier mittlerweile extrem dicht.
Von dort ging es dann weiter nach Roski zur Kanuszene von oben (TdT). Den Kamerastandort am oberen Canyonrand haben wir mühelos gefunden. Über die Ebene ging es relativ problemlos. Bewuchs ist kaum vorhanden. Lediglich eine kleine, quer verlaufende etwas dichtere Buschgruppe, sowie ein Buchenwäldchen standen im Weg. Durch beides führte aber ein deutlich erkennbarer (Tier-)pfad. Auch die letzten Meter durch dichteres Gebüsch waren kein Problem. Überhaupt nicht zu vergleichen mit Kresevo. Der Drehort ist einmalig schön, bietet einen fantastischen Blich in den Canyon. Allerdings ungefährlich ist die Klippe nicht. Man steht direkt am Abgrund. Es verwundert immer wieder was das Drehteam unternommen hat, um wenige Sekunden zu drehen. Anschließend umrundeten wir noch die Schleierfälle bezüglich der Szenen in der RTL-Neuverfilmung. Das alte Haus rechts der Autobrücke ist saniert und zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut worden. Auf dem großen Freisitz haben wir uns eine längere Pause mit kalten Getränken gegönnt. Unser Quartier für die Nacht war dann das Hotel Mihovil in Knin.

 

3. Tag, Samstag 14.10.2017

Am Samstag stand als erstes der Drehort des „Treffens Wabble und Annie auf Surehand“ auf dem Programm. Der damalige Drehort liegt heute wohl innerhalb des Waldes, aber auch vom Waldrand ließen sich filmgetreue Fotos machen. Weiter ging es zum Perucko jezero. Wir hatten Glück, der See führte immer noch sehr wenig Wasser. Die Drehorte des Trecklagers lagen trocken, so dass wir erstmals Fotos dieser Location machen konnten.
Anschließend statteten wir Vinalic noch einen Besuch ab. Hier fuhr der Treck und Surehand sprang auf den letzten Wagen auf. Wie überall wird auch hier das Gestrüpp immer dichter. Der Fels hinter dem Surehand wartet, ist nunmehr auch fast eingewachsen. Am östlichen Ufer des Sees hielten wir Ausschau nach Abhängen, in der Hoffnung ggf. einen der Szene „Surehand reitet mit Packpferd einen Abhang hinunter“ (Ölprinz) zuordnen zu können. Es gibt von der Straße zum See hinunter zwar viele Abhänge, aber keiner ähnlich dem Abhang im Film. Also, auch diese Szene bleibt weiterhin unbekannt. In der Mondlandschaft sind wir noch ein wenig umhergelaufen mit Blick auf das Navajolager. Aber auch das haben wir (erwartungsgemäß) nicht gefunden.
Unser nächstes Quartier, das Hotel Alkar in Sinj erreichten wir schon kurz nach Mittag.
Da noch genügend Zeit war, sind wir dann noch nach Trilj gefahren, in der Hoffnung, die Cetina mit wenig Wasser vorzufinden. Im Gegensatz zum Perucko war sie voll Wasser. Das Plateau der Wagenburg und die beidseitigen Hänge sind komplett abgebrannt. Alle Felsen liegen dort momentan frei. Leider hatten wir keine Filmbilder mit.

 

4. Tag, Sonntag 15.10.2017

An unserem letzten Tag sind wir dann auf unserem Weg nach Omis wieder durch Trilj gekommen. Und man glaubt es kaum, der Wasserstand war über Nacht deutlich gefallen. Aber die Szenen der Floßfahrt lagen weiterhin unter Wasser. Lediglich die obersten Spitzen einiger Felsen ragten heraus. Schade, sollte die Cetina wieder abgesengt werden, waren wir ein paar Tage zu früh dort.
In Omis haben wir dann nochmals alle möglichen Einstellungen vor dem künstlichen Höhleneingang abgearbeitet. Dazu braucht es eines großen Weitwinkel, den ich mir vor einiger Zeit zugelegt hatte. Abschließend ging es weiter in meine kroatische Lieblingsstadt Trogir. Dort suchten wir einige Locations auf, die auf privaten Dreharbeitenfotos und -filmen festgehalten sind. Bis auf renovierungsbedingte Verschönerungen hat sich an den Häusern nichts verändert. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.

 

5. Tag, Montag 16.10.2017

Nach einem Frühstück in einem Cafe an der Hafenpromenade hieß es dann schon wieder Abschied nehmen.

 

 Drehort Kanuszene am Krka-Canyon  Drehort Treffen Old Surehand auf Wabble und Annie  Drehort Treffen Old Surehand auf Wabble und Annie  Im ausgetrockneten Teil des Perucko jezero
 Platz der Wagenburg bei Trilj abgebrannt  Trogir  Blick auf Skradin  Shatterhandfels in Radmanove mlinice
 Hier saß schon Lex Barker während der Dreharbeiten zu Winnetou III  Abendessen in Trogirs Altstadt  Pause in Roski  In Trogir
       
       

 

 

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