Montag 10.05.2010
Wie richtig meine Entscheidung war, gestern bereits früher nach Plitvice zu fahren, zeigte sich am nächsten Morgen. Der Himmel war wieder bewölkt, aber es regnete nicht. Bereits um 8:30 Uhr war ich im Nationalpark um die Drehorte an den oberen Seen zu besuchen. Am Wasserfall und der Höhle konnte ich jetzt vorbeigehen. Die Drehorte am Galovakfall haben sich sehr verändert und sind im Detail nicht mehr zu erkennen. Lediglich der alte, rindenlose Baum, an dem Ellen und Fred gefesselt waren steht dort noch. Gegen Mittag war das Thema Plitvice dann abgehakt und es ging weiter Richtung Süden. Eigentlich wollte ich den Drehort Lukovo Sugarje von Rovanjska aus anfahren, da aber noch so viel Zeit war, entschloss ich mich jetzt über Gracac dorthin zu fahren. Die Velebit-Überquerung an dieser Stelle bot einige schöne Ausblicke und stelle kein großes Problem dar, auch kein zeitliches. Als ich in Lukovo ankam, wurde ich angenehm überrascht. Gab es bisher am Drehort keine Parkmöglichkeit, befanden sich dort jetzt gleich mehrere. Im Zuge der Erneuerung der Leitplanken wurden 2 große Schotterbuchten und ein geteerter Parkplatz vor dem Tunnel errichtet. Und direkt am Drehort ist die Leitplanke ebenfalls unterbrochen, so dass hier ein Auto abgestellt werden kann. Besser ging’s nicht. Fröhlich pfeifend begab ich mich zu den Felsen und stieß sofort auf eine große Schlange, die sich aber rasch verkroch. Trotzdem wurde ich an dieses Problem erinnert und schwor, wieder etwas wachsamer zu sein. Gegen 17:00 Uhr war ich mit den beiden Drehorten durch und stand kurze Zeit später vor der Paklenica-Schlucht. Da die Sonne noch schön schien und ich nur 2 spezielle Szenen und Felsen suchte, entschloss ich mich, die Schlucht noch mitzunehmen. Der Drehort „Winnetou beobachtet El Doro“ war dank der Hinweise von Robert B. schnell gefunden. Ein wenig klettern und ich war an der gleichen Stelle wie einst Winnetou. Nur dass durch die Bäume vom Mühlengebäude nichts zu sehen ist. Wegen der fortgeschrittenen Zeit waren auch hier nur sehr wenige Besucher unterwegs, so dass ich u.a. den Überfallfelsen jetzt ohne davor parkende Autos vor die Linse bekam. In der Schlucht angekommen, verschlug es mir die Sprache. Nachdem wir letztes Jahr schon zur Kenntnis nehmen mussten, dass alle Bunker links im Fels Baustellen waren, wird jetzt auch das Flussbett bebaut. An einer Stelle ist es zugeschüttet worden und das Wasser wird durch Röhren geleitet. Auf der Schüttung entsteht ein Gebäude, dessen Bestimmung noch nicht zu erkennen war. Daneben wurde in den Fels ebenfalls ein Tunnel eingebohrt. Von diesen Umständen völlig unberührt waren sehr viele Kletterer am Werk, sodass im hinteren Bereich keine vernünftigen Fotos zu machen waren.
Mit Einbruch der Dunkelheit erreichte ich Rovanjska. In der Pension gab es ein großes Hallo, schließlich war ich jetzt schon zum dritten Mal dort. Auch hier war ich der einzige Gast und konnte mir ein Zimmer mit Meerblick aussuchen. Nach einem guten Abendessen spürte ich doch den langen Tag in den Knochen und so ging es danach auch gleich ins Bett, allerdings nicht ohne vorher noch mit Tomislav zu telefonieren und den genauen Treffpunkt für die Tour zum Gipfel des Tulove Grede abzusprechen. Leider war für den morgigen Tag Regen angesagt und so verblieben wir, bei Regen die Tour auf Mittwoch zu verschieben, uns ansonsten um 8:30 Uhr im „Point“ zu treffen.

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