Samstag, 22.08.2009

Knin war nur eine Zwischenstation, deshalb checkten wir am Morgen wieder aus und machten uns auf den Weg. Den Gedanken, nochmals in der Mondlandschaft nach Drehorten zu suchen verwarfen wir sehr schnell, denn es war schon wieder sehr heiß und stattdessen wollten wir lieber im Perucko jezero eine Badepause an historischer Stätte einlegen. Am Fornerfelsen hielten wir uns ebenfalls nur so lange wie nötig auf um ein paar Fotos zu schießen. Auf einer staubigen, unbefestigten Straße ging es weiter bis nach Dabar. Hier an dieser schönen Bucht, direkt am Rande eines als vermint ausgewiesenen und gesperrten Gebietes, stoppte Silers den Planwagentreck und tötete den alten Mexikaner. Jetzt war Zeit für unsere Badepause und es war herrlich, in dem klaren Wasser zu schwimmen. Nach der Abkühlung fuhren wir weiter nach Sinj, unserer nächsten Station für zwei Nächte. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten ging es ohne großen Aufenthalt gleich weiter. Den Nachmittag wollten wir den Spuren des Ölprinzen an der Cetina folgen. Erste Station war Ruda. Hier über einem kleinen Wasserfall war die Hängebrücke gespannt. An diesen Drehort konnte man direkt vorfahren. Auf dem linken Felsen fanden wir noch die Fundamente der Hängebrücke, die rechte Seite hingegen war vollständig bewachsen. Obwohl wir nicht viel laufen mussten fühlten wir uns abermals genötigt zu baden. Jetzt erfrischten wir uns richtig, denn die Ruda, dieser kleine Nebenfluss der Cetina, hatte allerhöchstens 16 Grad. Das nächste Ziel war dann Trilj. Ein paar Kilometer hinter dem Ort liegt die kleine Bucht, in der die Wagenburg stand und von den Utahs mit Brandpfeilen beschossen wurde. Das Plateau ist heute fast vollständig bewachsen, lediglich der direkte Uferbereich ist davon ausgenommen. Dennoch war der Wiedererkennungswert recht hoch. Nächstes Ziel sollte ein Örtchen namens Kresevo sein. Eine Anfahrtsbeschreibung hatten wir nicht, trotzdem machten wir uns auf die Suche nach diesem Ort, an dem von einer Brücke nur eine wenige Sekunden lange Floßszene im Canyon gedreht wurde. Das Auffinden war dennoch ganz einfach. Kresevo war in der Straßenkarte eingezeichnet und wenige Kilometer vor dem Ort fing rechter Hand bereits der Canyon an. Im Ort selbst wies ein kleines Schild „Kresevski most“ zur Brücke hin. Man gut, dass wir einige Begriffe in Kroatisch kannten, und most gleich Brücke gehörte dazu, denn sonst hätten wir uns wahrscheinlich totgesucht. Die Nebenstraße hörte nach wenigen Metern auf und es ging nur zu Fuß weiter. Nach mehreren hundert Metern tauchte die Brücke dann tatsächlich auf. Doch als Brücke konnte man das Gebilde kaum mehr bezeichnen. Die Stahlträger standen zwar noch, die Holzbohlen aber waren fast alle verschwunden, nur einige wenige lagen noch vermodert an ihrem Platz. An ein Betreten war nicht zu denken und ein Entlangbalancieren auf den Stahlträgern sollte Artisten vorbehalten bleiben. Fazit: vor uns die Reste einer Brücke, darunter im Canyon für uns unsichtbar die Cetina, schöner Drehort, nichts zu sehen, Abmarsch. Letzte Station an diesem Samstag war dann Radmanove mlinice bei Omis. Dazu bedurfte es einer längeren Fahrt bis an die Küste. Dort angekommen bedurfte es einer Menge Fantasie, um am Ufer der Cetina noch etwas zu erkennen. Einzig die Pappeln bei MacHallers Farm, sowie der Felsüberhang des künstlichen Höhleneingangs in Winnetou II waren zweifelsfrei zu erkennen. Ansonsten war auch hier alles sehr stark zugewuchert. Die Cetina ist an dieser Stelle nur knietief. Zur Abkühlung legten wir uns in den Fluss und ließen die Raftingboote an uns vorbeiziehen. Zum Abschluss dieses Tages voller neuer Eindrücke gönnten wir uns ein ausgezeichnetes Mahl in der alten Mühle. Zu diesem Zeitpunkt bedauerten wir etwas, dass wir kein Quartier hier unten in Omis bekommen konnten und nun am späten Abend wieder nach Sinj zurückfahren mussten.

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