Donnerstag, 20.08.2009

Heute, an unserem letzten Tag in dieser Region, wollten wir die große Paklenica-Schlucht besuchen. In diesem Nationalpark waren wir vorher noch nicht gewesen. Da wir wussten, dass wir dort auf sehr viele Besucher und vor allem Kletterer treffen würden, brachen wir bereits um 07:30 Uhr auf. Am Eingang war noch nicht viel los, aber in der Schlucht waren die Kletterer schon in großer Zahl aktiv. Rechtzeitiges Erscheinen sichert halt auch bei denen die besten Felswände. Die Drehorte entlang der Straße zwischen dem Kassenhäuschen am Eingang und dem Parkplatz am Beginn der eigentlichen Schlucht waren zu unserer Überraschung ausgeschildert. Zwar stand jeweils nur ein kleines Hinweisschild ohne Beschreibung oder Bilder, aber immerhin. Von der eigentlichen Schlucht, in den Filmen u.a. das Tal der Toten, waren wir etwas enttäuscht. Das Flussbett ist komplett zugewachsen und die Schlucht ist nur ganz kurz. Im Film wirkt das alles wesentlich größer und imposanter. Zudem wurde auf dem kleinen Plateau am Ende in den Stollen gebaut. Baumaschinen und Schuttanhäufungen störten erheblich. Wir wanderten noch etwas in die Schlucht hinein, kehrten dann aber wieder um, da wir noch ein volles Programm für den Nachmittag vor uns hatten. Vor dem Mittagessen suchten wir noch die Drehorte am Strand, u.a. die Wiese auf der Tulsa stand auf. Auch hier gab es nicht mehr viel zu sehen. Wie bei vielen anderen Drehorten auch ließen nur die Höhenzüge im Hintergrund auf das richtige Motiv schließen. Bis in die Abendstunden hinein klapperten wir dann auf der Hochebene bei Obrovac sämtliche Drehorte ab. Eisenbahnercamp und Pueblo-Plateau kannten wir schon, verweilten aber doch noch mal dort, allein wegen der schönen Aussicht. Vom Bahndamm, der wohl einzigen vollständig erhaltenen Kulisse von damals, fehlte mir in meiner Sammlung noch ein Stein, den hatte ich 2008 vergessen mitzunehmen. Von den beiden weiteren Plateaus mit der Zrmanja im Hintergrund kannten wir bisher nur jenes, an dem u.a. die Tramps auf dem Weg zum Silbersee vorbei ritten. Das Plateau, an dem Old Shatterhand mit Mable Kingsley im „Tal der Toten“ Kaffee trinkt, kannten wir noch nicht. Die Lage hatten wir erst bei den Vorbereitungen im Internet ausfindig gemacht. Wir waren vor Ort dann etwas unschlüssig, da wir um an den Canyonrand zu kommen, etwa einen Kilometer über ein Geröllfeld laufen mussten. In den Minenplänen war zwar keine Gefährdung eingezeichnet, aber 100%ige Sicherheit gibt das auch nicht. Wir konnten dann aber auch so etwas wie einen Pfad ausmachen und haben den Ort schließlich aufgesucht und unbeschadet wieder verlassen. Noch unsicherer waren wir dann bei dem letzten Drehort, der Stelle, an der das Grab Major Kingsleys lag. Die Lage dieses Drehortes ist in Petzels Buch falsch beschrieben. Auch hier haben wir über das Internet erfahren, dass der Ort in 2008 gefunden wurde, aber in unsicherem Gebiet liegt. Da die Lagebeschreibung ungenau war und auch die Minenkarte Teile des Gebietes als gefährdet ausweist sind wir nur auf benutzen Wegen gefahren. Umso erstaunter waren wir, als wir den Drehort letztendlich in unmittelbarer Nähe einer bewohnten Häuseransammlung entdeckten. Damit hatten wir tatsächlich alle Drehorte in dieser Region besuchen können. An unserem letzten Abend saßen wir dann noch lange in unserer Pension zusammen.


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