25. Karl-May-Film-Fan Treffen (KMFFT) in Berlin
29.03. – 31.03.2019

Berlin ist eine Reise wert, insbesondere dann, wenn ein Karl-May-Film-Freunde-Treffen, kurz KMFFT, ansteht. Und erst Recht, wenn es das 25., das Jubiläumstreffen ist. Dieses Jubiläumstreffen wurde im großen Rahmen abgehalten. Treffen sich sonst rund 30 K-M-Freunde in der dafür ausgelegten Dunhill-Lounge, eröffneten die Veranstalter diesmal 130 Fans die Möglichkeit an dem Treffen teilzunehmen. Nach Bekanntgabe des Termins war dieses bereits innerhalb weniger Tage ausgebucht. Aus ganz Europa hatten sich Teilnehmer angemeldet. Dem Anlass entsprechend wurden neue Locations nötig. Das schon traditionelle Warm-Up fand im großen Saal des „Preußischen Landgasthaus“ statt. Hier versammelten sich am Freitagabend bereits 94 Fans und verbrachten einen geselligen Abend. Um 15:00 Uhr stieg dann am Samstag das Hauptevent in der obersten Etage des Hotel Intercontinental, dem früheren Dachgarten des ehemaligen Hilton-Hotels. Nicht ohne Grund hatten die Organisatoren diese Location ausgesucht. Hier fanden in den 60er-Jahren viele Filmgalas statt. Und hier war es auch, wo Horst Wendland bei einer dieser Galas unter den anwesenden Schauspielern „seinen“ Winnetou fand.

Entsprechend der Ankündigung präsentierten die Veranstalter die bisher größte und wohl einzigartigste Requisitenaustellung. 42 Originalkostüme, darunter erstmals der Mantel von Sam Hawkens, die Jacke Kleckhi Petras sowie Frau Butlers Kleid, originale Filmrequisiten wie Tomahawks, Pistolen, Gewehre, darunter die Original-Silberbüchse aus Apanatschi, sowie die Flinte Old Firehands, konnten die Fans bestaunen.

Kein Sterbenswörtchen hatten die Veranstalter im Vorfeld über den Stargast des Abends verloren. Keinen geringeren als Christopher Barker, Sohn unseres großen Idols Lex Barker, konnten die Mitglieder der KMFF dann den Besuchern ankündigen. Ihn zu treffen war ein erhabener Moment. Pierre Brice durfte ich persönlich kennen lernen, aber wie gerne hätte ich auch Lex Barker getroffen. Durch dessen frühen Tod war und ist das leider nicht möglich, aber neben Christopher Barker fühlte ich mich Lex so nah wie nie.

Neben Christopher Barker waren auch Matthias Wendland, Emil Mikuljan und Eberhard Junkersdorf als Gäste mit dabei. Alle erzählten viel von den Dreharbeiten, Christopher Barker erlaubte zudem tiefe Einblicke in das Privatleben seines Vaters.

Rund um das Galabuffet gab es weitere Vorträge, u.a. einen Rückblick auf die Livekonzerte in München und Luzern mit dem Schatz im Silbersee. Anlässlich des 100. Geburtstags Lex Barkers wird seiner mit einer Gedenkmünze gedacht. Die Nummer 1 dieser auf 1.000 Exemplare limitierten Silbermünze wurde feierlich an Christopher Barker überreicht. Anschließen konnten wir Fans bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart eine Münze erwerben. Ich konnte mir in Anlehnung an sein Geburtsjahr die Nummer 19 sichern. Zum Abschluss stellten die Veranstalter noch ein neues Buch vor. In Kooperation mit der Rialto-Film erscheint Anfang April ein 300 Seiten starkes Buch mit 600 Dreharbeitenfotos über den Schatz im Silbersee. Leider konnte die Druckerei die avisierten Vorab-Exemplare zum Jubiläumstreffen nicht pünktlich liefern.

Am Sonntagmorgen gab es dann im Hause der Rialto-Film, in den Räumlichkeiten des „Kaffee Keese“ noch den bisher nie veröffentlichten Film über Horst Wendland. Damit klang dann das Jubiläumstreffen aus.

Zum Abschluss dieses Kurzberichts möchte ich nicht versäumen, den Mitgliedern der KMFF-Berlin meinen Dank und Respekt für dieses einmalige Fest und die damit verbundenen unvergesslichen Momente auszudrücken. Vielen, vielen Danke Jungs, es war einmalig.

PS (in eigener Sache): Schade, dass ich nicht beim Vor- und Nachglühen bei Drazen dabei sein konnte.