23. Karl-May-Film-Fan Treffen (KMFFT) in Berlin
13.04. – 15.04.2018

Mehr als 20 Teilnehmer wärmten sich am Freitagabend beim mittlerweile 6. Warm-up im Adria Grill für das anstehende 23. KMFFT auf. Im mit einer Vielzahl von Filmplakaten zum 50. Jubiläum des Films „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ geschmückten Restaurant wurden wir von Drazen mit knusprigem Spanferkel, Palatschinken und zum Abschluss mit der klassischen Schinken- / Käsevariation wieder kulinarisch verwöhnt. Neben vielen Gesprächen gab es schon mal ein paar Filme von letztjährigen Veranstaltungen. Fred Fechtner hatte eine original Requisite aus seinem Fundus mitgebracht. Eine Plastikschlange, die im Tal der Schlangen in oben erwähnten Film vor 50 Jahren zum Einsatz kam. Bis in die Nacht wurde viel gelacht und sich prächtig amüsiert.

Am Samstag stand dann das „offizielle“ Treffen an. Die Dunhill-Lounge stand diesmal leider wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung, aber das angrenzende Cafe Einstein hatte uns den benachbarten, abgetrennten Raum zur Verfügung gestellt. Die Organisatoren hatten wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Neben Rainer Boller, der sein neues Buch „Wilder Westen Made in Germany“ vorstellte, gab Joachim Giel einen Nachruf auf den kürzlich verstorbenen Kameramann Everhard „Ebo“ Dyke. Andreas Schumann hatte sich auf die Spuren im Film nicht verwendeter Szenen gemacht. Im Abgleich mit Dreharbeitenfotos, im Drehbuch ausgewiesene Szenen, kurzen Drehberichten in damaligen Fernsehbeiträgen hatte er im Film Old Surehand einige Beispiele gefunden. Als Ehrengäste waren an diesem Abend Matthias Wendlandt, Chef der Rialto-Film, und Rainer Brandt, Schauspieler, Synchronsprecher, -regisseur und Dialogbuchautor, geladen. Matthias Wendland sind ja die K-M-Filme überhaupt zu verdanken. Er war es, der als kleiner Junge seinem Vater sagte: „du musst mal einen Karl-May-Film machen“. Darüber gibt es sogar einen alten Fernsehbeitrag, der diese klassische Szene zum Inhalt, allerdings nachgestellt, hat. Von ihm und auch von Rainer Brandt, der mehr als 20 Charaktere in den Karl-May-Filmen synchronisierte, erfuhren wir vieles aus der damaligen Zeit und den Filmen. Leider waren wir diesmal an die Öffnungszeiten des Cafe Einstein gebunden, so dass es diesmal nicht bis in die Puppen ging.

Für den Sonntag hatten die Organisatoren ein weiteres Highlight organisiert. Nach über 3-jähriger Bauzeit sind die Renovierungsarbeiten im Alten Schloss des Schloss Charlottenburg abgeschlossen. Innerhalb diese alten Schlossteils befinden sich die für den Film „Schatz der Azteken“ verwendeten Räume des Hauses von Don Alfonso. In kleinen Gruppen führten uns die KMFF-Mitglieder durch die Räumlichkeiten. Und sie hatten eine perfekte Vorarbeit geleistet. Uns stand nicht nur ein übersichtlicher, alle Fotos und Informationen enthaltender Flyer zur Verfügung, sondern auch alle Schlossinventarien, die im Film auftauchen, aber heute nicht mehr in den Filmräumen ausgestellt sind, hatten sie aufgespürt. Stefan hatte die originale, grüne Filmjacke von Dr. Sternau (Lex Barker) dabei. So konnte jeder, der wollte, am Originaldrehort ein Foto im Originalkostüm von sich machen lassen.

Zum Abschluss ging es dann in eine urgemütliche Kneipe, dem Brauhaus Lemke am Schloss zum Frühschoppen bzw. Mittagessen. Gegen 14:00 Uhr ging dann das 23. KMFFT zu Ende.

 

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