Drehortreise Oktober 2017

Kurzentschlossen haben Wolfram und ich nochmals eine Drehorttour unternommen.
Auf dem Programm standen mehr oder weniger nur die Suche von Szenen an unbekannten Drehorten, oder Szenen an Orten, die ich bisher noch nicht aufgesucht hatte.
Bezogen auf die unbekannten Drehorte war die Drehortreise nicht sehr erfolgreich. Keine der Szenen konnten wir lokalisieren. Spaß gemacht hat die Tour dennoch allemal. Wir hatten die 4 Tage Sonne pur bei 25 Grad, das war perfekt.


1. Tag, Donnerstag 12.10.2017

Nach der Landung in Split am frühen Nachmittag sind wir als erstes nach Ladevici gefahren. Die Hoffnung, dort in einem Bachbett den Ritt unter Banditenbeobachtung aus Winnetou 2 zu finden hat sich aber leider nicht erfüllt. Anschließend waren wir noch in Rupe/Dubravice.
Im Schlusskampf im „Tal der Toten“ (gedreht in der Paklenica-Schlucht) treten Sam Hawkens und Lord Castlepool in Indianerkostümen auf. Die großformatigen Aufnahmen im Film lassen keinen Rückschluss auf den Drehort zu. Es existieren aber Filmfotos, auf denen der Hintergrund gut zu erkennen ist. Die darauf zu sehende Felscharakteristik ist 100% mit Rupe übereinstimmend und kommt in der Paklenicaschlucht nicht vor. Der im Film zu erkennende kleine Felsausschnitt ist auch auf den Filmfotos auszumachen. D.h., Fotos und Filmszenen sind am gleichen Ort gemacht.
Die Felsgruppen am Hang rechts des Eingangs zum Schlangental sind alle relativ frei und wir konnten diese daher genau untersuchen. Aber auch hier leider keine Erfolgsmeldung. In Roski, einer weiteren Möglichkeit, haben wir später auch noch gesucht, aber dort sind derartige Felsen nicht vorhanden. Der größte Teil des Tals in Rupe ist heute nicht mehr zugänglich. Daher bleibt dieser Drehort wohl verschollen.
Am frühen Abend erreichten wir unser Quartier am Eingang 2 des Krka-Nationalparks, das Hotel Vrata Krke (günstig und zu empfehlen).

 

2. Tag, Freitag 13.10.2017

Am frühen Morgen ging es in den Park. Hier wollten wir zum Beratungsplateau. Auch hier erlebten wir wieder ein Negativerlebnis (kein Wunder: Freitag, der dreizehnte). Die Wärter ließen uns nicht auf die Straße. Sie rannten hinter uns her und verscheuchten uns unter Androhung des Parkverweises. Wir haben dann noch versucht, am hinteren Ende des Parkplatzes in den Wald vorzudringen. Aber hier ist das Gestrüpp so dicht, dass wir Abstand genommen haben. Also kein Beratungsplateau und auch kein Lord Castlepool mit Lupe. Wir waren dann nur (Wolfram zum ersten Mal) am Sterbeort Major Kingsley. Das Buschwerk ist auch hier mittlerweile extrem dicht.
Von dort ging es dann weiter nach Roski zur Kanuszene von oben (TdT). Den Kamerastandort am oberen Canyonrand haben wir mühelos gefunden. Über die Ebene ging es relativ problemlos. Bewuchs ist kaum vorhanden. Lediglich eine kleine, quer verlaufende etwas dichtere Buschgruppe, sowie ein Buchenwäldchen standen im Weg. Durch beides führte aber ein deutlich erkennbarer (Tier-)pfad. Auch die letzten Meter durch dichteres Gebüsch waren kein Problem. Überhaupt nicht zu vergleichen mit Kresevo. Der Drehort ist einmalig schön, bietet einen fantastischen Blich in den Canyon. Allerdings ungefährlich ist die Klippe nicht. Man steht direkt am Abgrund. Es verwundert immer wieder was das Drehteam unternommen hat, um wenige Sekunden zu drehen. Anschließend umrundeten wir noch die Schleierfälle bezüglich der Szenen in der RTL-Neuverfilmung. Das alte Haus rechts der Autobrücke ist saniert und zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut worden. Auf dem großen Freisitz haben wir uns eine längere Pause mit kalten Getränken gegönnt. Unser Quartier für die Nacht war dann das Hotel Mihovil in Knin.

 

3. Tag, Samstag 14.10.2017

Am Samstag stand als erstes der Drehort des „Treffens Wabble und Annie auf Surehand“ auf dem Programm. Der damalige Drehort liegt heute wohl innerhalb des Waldes, aber auch vom Waldrand ließen sich filmgetreue Fotos machen. Weiter ging es zum Perucko jezero. Wir hatten Glück, der See führte immer noch sehr wenig Wasser. Die Drehorte des Trecklagers lagen trocken, so dass wir erstmals Fotos dieser Location machen konnten.
Anschließend statteten wir Vinalic noch einen Besuch ab. Hier fuhr der Treck und Surehand sprang auf den letzten Wagen auf. Wie überall wird auch hier das Gestrüpp immer dichter. Der Fels hinter dem Surehand wartet, ist nunmehr auch fast eingewachsen. Am östlichen Ufer des Sees hielten wir Ausschau nach Abhängen, in der Hoffnung ggf. einen der Szene „Surehand reitet mit Packpferd einen Abhang hinunter“ (Ölprinz) zuordnen zu können. Es gibt von der Straße zum See hinunter zwar viele Abhänge, aber keiner ähnlich dem Abhang im Film. Also, auch diese Szene bleibt weiterhin unbekannt. In der Mondlandschaft sind wir noch ein wenig umhergelaufen mit Blick auf das Navajolager. Aber auch das haben wir (erwartungsgemäß) nicht gefunden.
Unser nächstes Quartier, das Hotel Alkar in Sinj erreichten wir schon kurz nach Mittag.
Da noch genügend Zeit war, sind wir dann noch nach Trilj gefahren, in der Hoffnung, die Cetina mit wenig Wasser vorzufinden. Im Gegensatz zum Perucko war sie voll Wasser. Das Plateau der Wagenburg und die beidseitigen Hänge sind komplett abgebrannt. Alle Felsen liegen dort momentan frei. Leider hatten wir keine Filmbilder mit.

 

4. Tag, Sonntag 15.10.2017

An unserem letzten Tag sind wir dann auf unserem Weg nach Omis wieder durch Trilj gekommen. Und man glaubt es kaum, der Wasserstand war über Nacht deutlich gefallen. Aber die Szenen der Floßfahrt lagen weiterhin unter Wasser. Lediglich die obersten Spitzen einiger Felsen ragten heraus. Schade, sollte die Cetina wieder abgesengt werden, waren wir ein paar Tage zu früh dort.
In Omis haben wir dann nochmals alle möglichen Einstellungen vor dem künstlichen Höhleneingang abgearbeitet. Dazu braucht es eines großen Weitwinkel, den ich mir vor einiger Zeit zugelegt hatte. Abschließend ging es weiter in meine kroatische Lieblingsstadt Trogir. Dort suchten wir einige Locations auf, die auf privaten Dreharbeitenfotos und -filmen festgehalten sind. Bis auf renovierungsbedingte Verschönerungen hat sich an den Häusern nichts verändert. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.

 

5. Tag, Montag 16.10.2017

Nach einem Frühstück in einem Cafe an der Hafenpromenade hieß es dann schon wieder Abschied nehmen.

 

 Drehort Kanuszene am Krka-Canyon  Drehort Treffen Old Surehand auf Wabble und Annie  Drehort Treffen Old Surehand auf Wabble und Annie  Im ausgetrockneten Teil des Perucko jezero
 Platz der Wagenburg bei Trilj abgebrannt  Trogir  Blick auf Skradin  Shatterhandfels in Radmanove mlinice
 Hier saß schon Lex Barker während der Dreharbeiten zu Winnetou III  Abendessen in Trogirs Altstadt  Pause in Roski  In Trogir
       
       

 

 

Das goldene Jubiläum - 50 Jahre Winnetou und das Halbblut Apanatschi / Winnetou und sein Freund Old Firehand

1. Tag, Samstag 04.06.2016
Erstmals wurde die Jubiläumsveranstaltung über eine ganze Woche terminiert. Das lag zum einen daran, dass am Montag, dem 06.06.2016, dem einjährigen Todestag Pierre Brice's gedacht werden sollte, zum anderen, dass von vielen Teilnehmern eine Entzerrung des Programms gewünscht wurde um mehr Zeit für Gespräche und Erholung zu erhalten.
Wie im letzten Jahr fand die Eröffnung wieder im Poolbereich statt. Nach dem Abendessen trafen sich wie gewohnt alle im alten Saal. Hier wurde uns das Programm vorgestellt und u.a. auch der Film von Rolf Pichel über das letztjährige Fest gezeigt.

2. Tag, Sonntag 05.06.2016
Zunächst stand ein Besuch der Altstadt von Zadar auf dem Programm. Danach begaben sich alle auf ein Ausflugsschiff, dass exklusiv für uns gechartert worden war. Bei einer Fahrt durch die Inselwelt der Kornaten bestand ausreichend Gelegenheit, Gespräche zu führen, alte Bekannte zu begrüßen und neu hinzugekommene Fans kennenzulernen. Insgesamt waren diesmal rund 140 Fans aus 15 Nationen angereist. Jeweils ein neuer Rekord. Erstes Ziel war der "falsche" Silbersee in Dugi Otok. Dieser Binnensee, der im Sommer leicht eine Temperatur von 33 Grad erreichen kann, heißt zwar Silbersee, hat aber mit dem Silbersee nichts zu tun, auch wenn es von Einheimischen gerne so dargestellt wird. Hier bestand die Gelegenheit zum Baden, was von einigen auch genutzt wurde. Andere machten sich auf den Weg an die Steilklippen um den fantastischen Ausblick zu genießen. Anschließend ging es weiter nach Crvena luka. Hier sollten wir auf Hella Brice treffen. Gemeinsam besichtigten wir mit ihr den Drehort in der Bucht, verwendet in den Filmen "Apanatschi" und "Winnetou III". Unser letztes Ziel war schließlich Drage. Auf dem Hügel oberhalb des Hafens wurde in "Winnetou III" die Todesahnung gedreht. Gemeinsam mit Hella konnten wir hier einen ebenso schönen Sonnenuntergang wie im Film genießen. Bei Einbruch der Dunkelheit fuhren wir wieder ins Hotel zurück.

3. Tag, Montag 06.06.2016
Am Vormittag stand zunächst die Autogrammstunde mit Martin Böttcher statt. Nach dem Mittagessen ging es zunächst auf das Pueblo Plateau. Martin Böttcher, der noch nie an den Drehorten war, konnte diesen mit uns gemeinsam kennenlernen. Anschließend ging es hinauf zum Tulove grede. Anlässlich des ersten Todestags von Pierre Brice wurde an der Windschutzmauer in einer Feierstunde von Hella Brice und Martin Böttcher eine Gedenktafel zur Erinnerung an Pierre Brice und die hier gedrehten Winnetoufilme enthüllt. Danach hatten wir einige Zeit zur freien Verfügung, ehe an der Schäferhütte bei Mieles das Abendessen serviert wurde. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit wurden alle auf die Gräberwiese geführt. Hier sollte der Erinnerungsevent für Pierre stattfinden. Und die Verantwortlichen hatten nicht zu viel versprochen. Der Tulove grede wurde während der Veranstaltung ständig illuminiert, während auf einen Fels Fotos, Sketche und weitere kleine Filme aus dem Leben unseres Winnetous auf einen Felsen projiziert wurden. Bis nach Mitternacht dauerte dieses unvergessliche Erlebnis an.

4. Tag, Dienstag 07.06.2016
Der Vormittag stand zur freien Verfügung, am Nachmittag hatte jeder Fan nochmals die Gelegenheit, im Rahmen einer Auktion ein persönliches Andenken an Pierre zu ersteigern.
Am Abend fand in dem kleinen Dorf Marasovic am Fuße der großen Paklenicaschlucht ein Kostümfest statt. Eine Band sorgte für rockige Musik, während die besten Kostüme von Hella und weiteren Jurymitgliedern prämiert würden. Es wurde ein langer Abend in gemütlicher Runde.

5. Tag, Mittwoch 08.06.2016
Auch der Mittwoch stand vormittags zur freien Verfügung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es zum Prezid-Pass. Hier trafen wir zunächst auf Winnetou. Ulrich gegrüßte uns im Kostüm auf "Iltschi". Das Pferd war angesichts der vielen Personen ziemlich nervös, stand den Auftritt aber durch. Was fehlte war die Silberbüchse, die dann von Apanatschi herangetragen wurde. Auch Uschi Glas war seit den Dreharbeiten erstmals wieder an diesem Drehort. Groß war die Überraschung, als schließlich noch ihr kleiner Filmbruder Happy, Marinko Cosic, herbeigerufen wurde. Beide standen den Fragen der Fans zur Verfügung und anschließen ging es zur Goldader. Hier konnten wir wieder Fotos 1zu1 zum damaligen Filmdreh schießen. Die Organisatoren hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen. Sie sprengten die Goldmine und jeder Gast bekam einen Goldklumpen. Einen USB-Stick in Form eines Goldbarren mit Gravur. Den Höhepunkt des Tages bildete dann nach dem gemeinsamen Abendessen die Filmvorführung von "Winnetou und das Halbblut Apanatschi". Es ist immer ein besonderes Highlight an einem Originaldrehort unter Sternenhimmel einen Karl-May-Film zu schauen.

6. Tag, Donnerstag 09.06.2016
Am Vormittag präsentierten die Gebrüder Gitt bisher unveröffentlichte Fotos und Filme von den Dreharbeiten. Danach gab es die Autogrammstunde mit Uschi Glas und Marinko Cosic. Der Festsaal war zu diesem Zweck mit Originalkostümen geschmückt. U.a. konnte das Originalkostüm von Apanatschi, das schon in Berlin zu sehen war, bewundert werden. Zudem waren auch Hose und Jacke von Happy ausgestellt. Darüber hinaus auch die Weste von Judge und die Uniformjacke von Mendozza (aus Old Firehand). Nach dem Mittagessen ging es dann wieder hinauf zum Tulove grede. Dort sollte jeder sein Einzelfoto mit den beiden Stars bekommen. Zunächst stand das Shooting mit Uschi Glas auf dem Programm. Es fand am gleichen Felsen, an dem damals das Starfoto mit dem Adler gemacht wurde, statt. Der damalige Adler hieß übrigens Peter und ist heute noch ausgestopft in der Adlerwarte Berlebeck zu besichtigen. Ursprünglich sollte dieser für das Fotoshooting zum Einsatz kommen. Eine Einfuhr nach Kroatien scheiterte aber an der Tatsache, dass für das damals verwendete Präparationsmittel keine Bescheinigung mehr vorgelegt werden konnte. Und zur Überraschung aller hatten die Organisatoren für mehr als einen Ersatz gesorgt. Sie hatten tatsächlich wieder einen echten Adler organisiert. Alle mussten mucksmäuschenstill sein um den Adler nicht nervös zu machen. Nachdem der Adler brav alles über sich hatte ergehen lassen, ging es zum Happyfelsen. Hier erhielt jeder Fans sein Foto mit Marinko Cosic. Während des Fotoshootings zog sich leider der Himmel zu und es wurde bedrohlich dunkel. Als der erste Donner grollte, konnten wir noch schnell den Pabstfelsen besichtigen. Hier hatte das Orgateam die damalige Szene nachgestellt. Eine Strickleiter hing vom Fels herab, darunter lag ein Adlernest. Jeder schoss noch schnell ein paar Fotos, ehe der große Regen einsetzte und alle in die Busse flüchteten.

7. Tag, Freitag 10.06.2016
Am letzten Tag des diesjährigen Festes stand eine ganztägige Bustour zu verschiedenen Drehorten an. Zunächst ging es nach Rastevice. Hier an der Bahnlinie standen in Apanatschi das Eisenbahnercamp Rocky Ground und die Stadt Rocky Town. Am Ortseingang stand damals ein Bauernhaus, in dem die Filmcrew ihr Lager aufgeschlagen hatte. Der Eigentümer gestattete uns einen Einblick. Allerdings ist die heutige Raumaufteilung nicht mehr identisch mit dem damaligen Zustand. Zum Mittagessen ging es anschließend an der Zrmanja Canyon. Auf einem Aussichtspunkt hatte das Hotel Alan Erbsensuppe, sowie garnierte Platten mit Schinken und Käsebereitgestellt. Dazu gab es Wasser, Rot- oder Rosewein. Zum Abschluss ging es zu den Drehorten am Bauxitwerk und an der Zrmanjaschleife. Leider setzte dann wieder ein Gewitter ein, das uns zur Heimfahrt zwang.
Nach dem Abendessen hatten sich die Wolken wieder verzogen und die Sonne kam zum Vorschein, so dass die Abschlussveranstaltung im Freien am Pool stattfinden konnte.
Wir haben wieder unvergessliche Momente erlebt und freuen uns alle schon auf 2017.

Der geschmückte Poolbereich Fahrt durch die Inselwelt der Kornaten Der falsche Silbersee in Dugi Otok Die Steilküste von Dugi Otok
Empfang von Martin Böttcher auf dem Pueblo Plateau Enthüllung der Gedenktafel für Pierre Brice am Tulove grede Die Gedenktafel für Pierre Brice am Tulove grede Abendessen an der Schäferhütte
Gedenkfeier für Pierre Brice Illuminierter Tulove Grede Handabdruck Pierre Brice "Winnetou" Ulrich begrüßt uns am Prezid Pass
Uschi Glas bringt Winnetou die Silberbüchse Uschi Glas mit "Winnetou" Ulrich Uschi Glas begrüßt ihren kleinen Filmbruder "Happy" Marinko Cosic Uschi Glas an alter Kameraposition an der Goldmine
Filmvorführung am Drehort "Prezid Pass" Filmvorführung am Drehort "Prezid Pass" Filmvorführung am Drehort "Prezid Pass"  Original Filmkostüme
 Die Darsteller an ihren Originalkostümen  Der Adler für das Fotoshooting mit Uschi Glas  Nachstellung der Adlerszene Autogrammstunde mit Uschi Glas
Autogrammstunde mit Martin Böttcher Mittagspause am Novigrader Meer Besuch des Drehorts an der Zrmanja Schleife  Das Wetter spielt nicht mit ... es regnet
 Das weltgrößte Poster von Pierre Brice als Winnetou (10 x 15 Meter)  Abschlusstorte  Einzelfoto mit Uschi Glas samt Adler an historischer Stätte  Einzelfoto mit Marinko Cosic an historischer Stätte
       

Drehortreise Juni 2016

1. Tag, Donnerstag, 02.06.2016
Da die Jubiläumsveranstaltung dieses Jahr erstmals von Samstag bis Samstag über eine Woche geplant war, habe ich meine Reise bereits donnerstags begonnen. Um 07:00 Uhr hob der Flieger pünktlich in Hannover ab und um 08:40 Uhr betrat ich bei strahlendem Sonnenschein wieder kroatischen Boden. Nach Übernahme des Leihwagens machte ich zuerst einen Abstecher nach Solin. An diesem Drehort fehlte mir noch die Szene "Gomes reitet zur Villa Vermeulen". Das war schnell erledigt und so machte ich mich gleich auf Richtung Rijeka. Gemeinsam mit Robert und Thorsten, die bereits seit dem Wochenende dort waren, wollte ich die Drehorte der Neuverfilmung besuchen, zumindest die, auf denen noch Kulissen standen. Kurz vor Zadar änderte sich das Wetter. Der Himmel wurde schwärzer und schwärzer, und dann ging die Welt unter. Vor dem Velebit hing ein regelrechtes Unwetter. Es schüttete vom Himmel, als ob jemand die Schleusen geöffnet hatte. Nach Durchfahren des Sveti-Rock-Tunnels wurde es besser. Das Unwetter war an der südwestlichen Seite der Berge hängen geblieben. Kurz danach rief Robert an, um sich nach meinem Standort zu erkundigen. Auch er vermeldete Regen in Breze, unserem ausgemachten Treffpunkt.
Wie vorsichtig vorhergesagt, traf ich auf den Punkt um 14:00 Uhr in Breze ein. Auf einer großen Ebene zwischen Breze und Batar stand das Apatschenlager. Kulissen stehen hier zwar nicht mehr, aber das Lagerfeuer war als Überbleibsel der Dreharbeiten noch zu erkennen. Auf der Wiese tummelten sich zahlreiche Wildpferde. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und die Wolken, die die umliegenden Berggipfel verdeckten, verzogen sich mehr und mehr. Wir hielten uns dort knapp 2 Stunden auf. Anhand von auf Facebook veröffentlichten Dreharbeitenfotos ließen sich die Gegebenheiten erkennen.
Anschließend fuhren wir nach Cavle, wie jedesmal in die Pension Sobe Sarson. Nachdem ich eingecheckt hatte, ging es noch zu einem Drehort am Kamenjak. Bei unserem letzten Besuch dort hatten wir das Nachtlager der Soldaten falsch zugeordnet. Es liegt auf dem höchsten Punkt der Vorderwiese heute mitten in einem kleinen Waldstück. Die Felsen sind allerdings frei, so dass der Drehort genau zu erkennen ist. Am Horizont zog ein Gewitter auf so dass wir zusehen mussten, ins Auto zurückzukommen. Anschließend ging es zum Abendessen in das Restaurant in Grobnik. Dort ließen wir den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.

 Im Apatschenlager in Breze  Wildpferde in Breze  Wildpferd in Breze  Pension Sobe Sarson in Cavle
 Gewitter über Platak  Im Restaurant in Grobnik polje  Im Restaurant in Grobnik polje  



 

 


 2. Tag, Freitag, 03.06.2016
Heute standen die Drehorte der Neuverfilmung im Raum Fuzine im Mittelpunkt. Bevor wir uns dorthin auf den Weg machten, fuhren wir noch kurz nach Platak hinauf. Nicht weit hinter dem Aussichtspunkt wurde die Reitszene aus Unter Geiern mit Winnetou, Annie und Martin Baumann gedreht. Sie liegt abseits aller bisher aufgesuchten Drehorte und wir konnten sie jetzt aufgrund eines Hinweises eines K-M-Freunds finden. Um nicht ins Gegenlicht zu kommen, sollte dieser Drehort vormittags aufgesucht werden. Von Platak erreichten wir eine knappe halbe Stunde später die Kulisse der Stadt Roswell. Die festen Gebäude dieser Westernstadt stehen noch.
Wir streiften knapp 2 Stunden durch die Kulissen und fuhren anschließend weiter zur ersten Shatterhand-Farm. Ursprünglich sollte die Farm ebenfalls auf einer Wiese in unmittelbarer Nähe zur Kulisse Roswell aufgebaut werden. Der Aufbau musste aber abgebrochen werden, da durch die starken Regenfälle die Wiese derart matschig wurde, dass sie von der Crew mit dem Equipment nicht mehr erreicht werden konnte. Kurzerhand wurde die Wiese aufgegeben und die Farm auf der Assiniboinswiese aus Winnetou 2. Teil in Platak neu errichtet. In Fuzine steht aber noch das Farmhaus.
Wir hielten uns dort nur kurz auf und fuhren weiter zur Höhle Spilja Vrelo. Diese liegt nur ca. 500 Meter von der Wiese mit dem Farmgebäude entfernt. Sie diente als Schatzhöhle und der Schatz ist noch in der Höhle deponiert. Die Höhle hat nur an Wochenenden und für Gruppen auf Voranmeldung geöffnet. Und wir hatten Glück. Es war eine Gruppe angemeldet, mit der wir die Höhle auch an diesem Freitag besuchen konnten. Als sich die Ankunft der Gruppe weiter und weiter verzögerte, ließ uns die nette Führerin hinein und machte mit uns eine Einzelführung. Den Schatz konnten wir in Ruhe fotografieren. Auch sonst ist ein Besuch der Höhle lohnenswert, nennt man sie doch auch Klein Postojna.
Nach dem Besuch ging es zurück nach Cavle. Ein Besuch der weiteren Drehorte um Fuzine machte keinen Sinn, da keine Kulissen mehr stehen und für das Ausfindig machen Filmbilder notwendig wären. Robert und Torsten wollten am Nachmittag in Platak der Ponka- und der Assiniboinswiese einen Besuch abstatten. Mir waren die Drehorte in Raum Rijeka wichtiger.
Also fuhr ich allein zunächst in die Vela Draga. Dort steht unterhalb des Zementwerks noch der Bahnhof "Roswell". Im Tunnel sind ebenfalls noch Reste der Drehaktivitäten (Gleisbettaufschüttungen) erkennbar. Durch den Tunnel hindurch stattete ich der "Nadel" noch einen Besuch ab. Unterhalb dieses spitzen Felsens entstand eine Reitszene aus "Unter Geiern" und wurde auch für die RTL-Verfilmung gedreht. Hier waren aber alle Spuren beseitigt.
Auf dem Rückweg fuhr ich durch die Stadt an der Fabrik "Benchic" vorbei. In dieser Fabrikruine wurden Gefängnis- und Büroszenen gedreht. In das Gebäude kam man nicht hinein. Aus meiner Sicht ist es bereits so verfallen, dass es irgendwann einstürzt. Vorbei am Museum, in dessen Räumlichkeiten ebenfalls gedreht wurde, ging es nach Kostrena. Vom Hotel Lucia machte ich noch eine Aufnahme der Kesselrückwand (Drehort Tramplager dSiS). Jetzt musste ich mich sputen, denn für 18:00 Uhr hatten wir uns auf der Assiniboinswiese verabredet. Ich traf dort kurz vor Robert und Thorsten ein. Auf der Wiese sind noch deutliche Spuren der Dreharbeiten zu sehen. Neben verbrannter Erde ließen sich für die Requisitensammlung noch etliche Patronenhülsen finden.
Den Abend verbrachten wir wieder in unserem Restaurant in Grobnik.

 
In Roswell bei Fuzine
 In Roswell bei Fuzine  In Roswell bei Fuzine  Shatterhandfarm bei Fuzine
 In der Schatzhöhle Spilja Vrelo  Am Bahnhof Roswell  Im Ucka Tunnel  Patronenhülsen vom Schlusskampf auf der Assiniboinswiese



 

 


3. Tag, Samstag, 04.06.2016
Jetzt mussten wir unsere Zelte in Cavle bereits wieder abbrechen. Am Nachmittag begann in Starigrad-Paklenica die Jubiläumsveranstaltung. Wir hatten uns entschlossen, über die Autobahn zu fahren. So konnten wir in Skrad noch einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Hier, abseits aller Drehgebiete, entstand eine kurze Reitszene mit Winnetou vor einer prächtigen Bergkulisse, die aber lediglich im Wiederaufführungstrailer enthalten ist. Robert hatte diesen Drehort bereits einmal aufgesucht. Lt. Auskunft der Anwohner sei die Stelle mit den großen Felsen durch einen Erdrutsch verschwunden. Robert zeigte mir die Stelle und ging dann zum Auto zurück. Ich fand die Gegebenheiten vor Ort irgendwie nicht passend. Deutliche Spuren vom Erdrutsch waren weiter links zu sehen. Dort war der Weg zu Ende. Wenn Winnetou aber damals von unten auf den Weg geritten war, wo sollte er hergekommen sein. Unterhalb des Wegs war kein weiterer. Es passte nicht. Meines Erachtens konnte Winnetou nur vom Weg kommend den Hang hinter mir heraufgeritten sein. Der Hang war mit Sträuchern und Bäumen stark bewachsen. Ich begab mich ins Gebüsch auf die Suche. Keine Minute später hatte ich die beiden Felsen, durch die Winnetou hindurchritt, gefunden.
Nachdem wir alles fotografisch dokumentiert hatten, ging es weiter Richtung Süden. Als nächstes stand der Prezid-Pass auf dem Programm. Ein Karl-May-Fan hatte die letzte noch unentdeckte Szene "Happy findet den Goldklumpen" gefunden. Viele hatten vermutet, dass dieser Drehort im Bereich des Tunnels lag und durch den Tunnelbau verschwunden sei. Nun dem ist nicht so. Er liegt auf der großen Wiese direkt neben dem Fels, von dem Jeff geschossen wird, allerdings im Gebüsch versteckt. Ich hatte diese Stelle bereits 2009 fotografiert, unwissentlich und ohne daraus den Drehort bei meiner Nacharbeit zu erkennen.
Bevor es ins Hotel Alan ging machte ich noch einen Abstecher auf das Pueblo Plateau. Es ist immer wieder schön an diesen Drehort zurückzukehren. Auf dem Plateau liegt auch noch ein Relikt der Dreharbeiten, der Opferstein Nscho-tschis.

Drehort "Happy findet den Goldklumpen" am Prezid Pass  Mit Robert nach der Ankunft im Hotel Alan    
       



 

 


4. Tag, Dienstag, 07.06.2016
Der Vormittag stand im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung zur freien Verfügung, für den Nachmittag war die Versteigerung weiter Andenken an Pierre Brice geplant. Die Berliner KMFF-Gruppe und ich nutzten diese Gelegenheit und hatten für den Tag einen Ausflug nach Rujno, einer Hochebene im Velebit oberhalb Starigrads geplant. Hier waren bereits Szenen zu "Winnetous Weiber" entstanden, aber eben auch wesentliche Teile der RTL-Neuverfilmung. Die Hochebene ist nicht erschlossen, mit einem normalen PKW oder auch SUV hat man dort keine Chance. Aus diesem Grund hatten wir bei Marin 4 Jeeps vorbestellt.
Allein schon die Fahrt dort hoch ist ein Erlebnis. Immer wieder ergeben sich spektakuläre Ausblicke auf die Adria oder ins Gebirge. Auf der Hochebene angekommen, führt die Schotterstraße noch ca. 300 Meter weiter bis zu einer Kirche. Hier ist für normale PKW Schluss. An der Kirche gab es erstmal eine Brotzeit aus dalmatinischem Rohschinken, Käse und Honig. Dazu Naturkola, sprich dalmatinischen Landwein. Hier in diesem vorderen Bereich wurde für "Winnetous Weiber" gedreht. Die Drehorte der Neuverfilmung liegen im hinteren Teil der Hochebene, einige Kilometer entfernt. Von hier zu Fuß bedeutet es einen Tagesausflug.
Mit den Jeeps ging es weiter durch das unwegsame Gelände. Die Hochebene ist wunderschön in die verschiedensten Felsformationen eingebettet. Auf der einen Seite ein mächtiges Massiv ähnlich dem Dinara-Gebirge in Vrlika. Dem gegenüber die typischen, weißen, bizarren Felsformationen des Velebit. An den Seiten begrenzt von bewaldeten Bergreihen wie in Platak. Die Drehortscouts haben hier ganze Arbeit geleistet.
Zunächst besichtigten wir die Stelle des Indianerfriedhofs. Sämtliche Felsen an diesem Drehort sind mit noch deutlich erkennbaren indianischen Zeichen und Figuren bemalt. Hier trifft Winnetou auch erstmals auf Old Shatterhand. Marin hatte einen großen Lausprecher dabei. Es war schon ein erhabener Moment als die Winnetoumelodie über die Ebene wehte.
Von dort ging es weiter in das "neue Land", das die Gleisarbeiter entdecken. Vor diesem herrlichen Panorama machten wir die Mittagspause. Marin hatte alles an Bord. Schnitzel, verschiedene Fischsorten, Kartoffelsalat und Tomaten, Gurken und Paprika. Dazu wieder "Naturkola", Slivovic, aber auch alkoholfreie Getränke. Die Stimmung war sehr ausgelassen, aus dem Lautsprecher klang Partymusik. Noch weiter hinten im Gelände liegt der Drehort, an dem die Mustangs gefangen werden. Dorthin schafften wir es zeitlich leider nicht mehr.
Auf dem Rückweg ging es aber noch zu zwei weiteren Drehorten, dem der Landvermessung und zu einer Szene am Lagerfeuer. Auch dieser Feuerkreis war noch vorhanden. Mit diesen unvergesslichen Eindrücken im Kopf ging es zurück auf die knapp einstündige Rückfahrt ins Hotel.

 Auf dem Weg hoch nach Rujno  Auf dem Weg hoch nach Rujno  Auf dem Weg hoch nach Rujno  Auf dem Weg hoch nach Rujno
 Auf dem Weg hoch nach Rujno  Auf dem Weg hoch nach Rujno  Der Eingang zur Hochebene Rujno  Felsbemalung am Drehort "Indianerfriedhof" in Rujno
 Drehort "Indianerfriedhof" in Rujno  Drehort "Indianerfriedhof" in Rujno  In Rujno  In Rujno
 In Rujno  In Rujno  Winnetoumelodie weht über die Ebene in Rujno  Mittagspause in Rujno
 Mittagspause in Rujno  Sie lauern überall  Sie lauern überall  Kriegsreste in Rujno



 

 

Reisebericht 2008

Nachdem wir bereits drei Mal Urlaub in Kroatien gemacht haben, bot sich 2008 erstmals die Gelegenheit, bewusst Drehorte der Winnetoufilme zu besuchen. Im Internet habe ich ein bisschen recherchiert und auch Seiten gefunden, die über die Lage und die Drehorte im Allgemeinen Auskunft gaben. Der Krka-Nationalpark, die Plitvicer Seen und Trogir standen ohnehin auf dem Programm. Aber unbedingt sehen wollte ich das Pueblo-Plateau mit dem Blick auf den Rio Pecos und den Nugget-Tsil. Ich war hoch erfreut, dass diese beiden Drehorte in unmittelbarer Nähe von Zadar liegen. Nach einer Woche Badeurlaub auf Krk hatten wir eine Schiffsreise ab Zadar gebucht und in Rovanjska für die Nacht vorher ein Quartier gebucht. So war es problemlos möglich, die wenige Kilometer entfernten Drehorte zu besuchen.

Der Tag des Besuchs fiel auf einen besonderen Tag, meinen Geburtstag. An meinem Ehrentag stand ich dann also endlich auf dem Plateau und blickte zum Rio Pecos hinab. Es war ein erhabener Moment. Minutenlang genoss ich den atemberaubenden Ausblick in den Canyon und ließ die Szenen aus Winnetou 1 und 3 nochmals in Gedanken vorüberziehen. In unmittelbarer Nähe erhob sich bereits der Tulove Grede, im Film der Nugget-Tsil. Das war dann unser nächstes Ziel.

Unterhalb des Tulove Grede befindet sich auf der Ebene der Drehort Eisenbahnercamp aus Winnetou I. In unmittelbarer Nähe vor dem Gelände standen Minenwarnschilder. Ob das Gebiet minenfrei war ließ sich jetzt auf die Schnelle nicht klären. Deshalb haben wir damals darauf verzichtet, den Drehort zu begehen und sind vorbei gefahren. Längs der alten Passstraße standen immer wieder Warnschilder und uns beschlich so langsam ein ungutes Gefühl. Über die sich in den Berg windende Schotterpiste oben angekommen, bot sich uns eine wunderschöne Landschaft. Der weiße Fels und die grünen Wiesen sind ein Naturspektakel, das seinesgleichen sucht. Auf dem ersten Blick erkennt man die Felsen und wieder ließ ich die Szenen vor meinem geistigen Auge ablaufen, insbesondere den Kampf Winnetous mit seinem Vater und seiner Schwester gegen Santer und seine Banditen.

An diesem Ort patrouillierten damals noch Ranger wegen der Minengefahr. Sie kamen gleich an und wiesen uns freundlich darauf hin, ja nicht über den Gipfel hinaus auf die Rückseite zu klettern. Da wir Männer, die Frauen haben gekniffen, aber doch die Wiesen besichtigen wollten, verwiesen sie uns an Mjele, dem Hirten, der direkt dort wohnt. Mjele war sehr freundlich und half uns gerne weiter. Er kramte gleich Filmfotos hervor und zeigte anhand dieser Bilder die Kameraeinstellungen. Da er sich mit den Minen auskannte, folgten Uwe und ich ihm, wir hatten aber bei der Führung ein mulmiges Gefühl. Leider hatten wir natürlich Verständigungsprobleme, aber mit Händen und Füßen haben wir uns doch verstanden. Die Wiesen vor dem Gipfel seien geräumt, jedoch nicht die dahinter liegenden, somit bestand auch keine Chance zur Sterbestelle zu gelangen. Wie wir seinen Ausführungen weiter entnehmen konnten, hat er in den Filmen als Komparse mitgespielt. Auf den Fotos, die während der Dreharbeiten gemacht wurden, konnten wir ihn nicht zweifelsfrei erkennen, weshalb der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung unbestimmt ist. Da die Komparsen damals aber alle aus den umliegenden Ortschaften stammten glauben wir es ihm mal. Die Verabschiedung war sehr herzlich, seiner Einladung in seine Hütte zu einem Umtrunk konnten wir dann aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr folgen. Aber wir versprachen, bald wieder zu kommen.

Unsere Schiffsreise führte uns auch nach Skradin zum Krka-Nationalpark. Hier waren wir einige Jahre zuvor schon mal gewesen. Trotzdem sind die Wasserfälle immer wieder ein Erlebnis. Nachdem man sich die Filme bzw. –fotos vorher angeschaut hatte, konnte man die einzelnen Kameraeinstellungen auch zuordnen.

Am Abend darauf machte unser Schiff Station in Trogir. Auch hier waren wir schon mehrfach gewesen, aber diese wunderschöne Altstadt fasziniert mich immer wieder. Die Stadt diente in Winnetou III als Santa Fe, das Rathaus als Gouverneurspalast. Am folgenden Morgen habe ich ganz früh vor dem Frühstück einen Rundgang durch die noch leeren Gassen gemacht. So konnte ich Drehortfotos ohne störende Personen machen.

Auf dem Rückweg von Zadar nach Rijeka standen noch zwei Tage in Plitvice auf dem Programm. Den Nationalpark besuchte ich zum ersten Mal. Nicht umsonst wird der Schatz im Silbersee als der schönste Winnetoufilm bezeichnet. Silbersee und Schatzhöhle sind noch genau wie damals. Aber nicht nur diese bekannten Stellen, sondern die gesamten Wasserfälle und Seen haben ihren Reiz.

Im meiner Vitrine mit den Urlaubsmitbringseln haben übrigens die Steine vom Pueblo-Plateau, dem Nugget-Tsil und aus der Schatzhöhle am Silbersee einen Ehrenplatz.

   

 

 

 

 

 

2. Drehortreise 2015


Freitag/Samstag 29./30.05.2015
Bedingt durch die Tatsache, dass sich erst relativ spät die Möglichkeit ergeben hatte, an der Convention teilzunehmen, waren die Flugpreise entsprechend hoch. Aus diesem Grund entschloss ich mich, diesmal mit dem Auto zu fahren.
Wie viele andere Teilnehmer sicherlich auch, startete ich am Freitag, dem 29.05.2015 vormittags voller Vorfreude Richtung Kroatien. Noch konnte keiner ahnen, wie diese Jubiläumsveranstaltung enden sollte. Für den Hinweg hatte ich Stopps in Regensburg und in Plitvice vorgesehen. Regensburg bot die Gelegenheit, meinem langjährigen Freund Heinz mal wieder einen Besuch abzustatten. Wir hatten uns lange nicht mehr gesehen und daher viel zu erzählen. Entsprechend schnell ging der Abend vorbei. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Plitvice, wo ich gegen 15:30 Uhr eintraf. Ich hatte ein Zimmer im Hotel Plitvice gebucht, dem Hotel, in dem auch der Stab während der Dreharbeiten übernachtete. Es war sommerlich warm und die Sonne lachte vom wolkenlosen Himmel. Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, stattete ich dem Drehort Utahlager in Prijboj noch einen Besuch ab. Mehr unternahm ich an diesem Tag nicht, die Abendunterhaltung bestand aus dem DFB-Pokalfinale.

Sonntag 31.05.2015
Am nächsten Morgen hieß es zeitig aus den Federn zu kommen. Ich wollte an den oberen Seen vor dem großen Ansturm in Ruhe den Drehort "Ende der Flucht von Ellen und Fred" suchen. Direkt unterhalb des Hotels befindet sich die Bootsanlegestelle und ich war der erste an den Schiffen. Kurze Zeit später erfolgte das Übersetzen an das andere Ufer. Außer mir waren nur 3 weitere Personen an Bord. Das Schiff zu den unteren Seen war bereits gut mit einer asiatischen Reisegruppe besetzt. Zielstrebig ging es dann zum Galovac jezero. Ich war bis 09:30 Uhr ganz alleine. Herrlich, die Drehorte ohne weitere Touristen besuchen zu können. Aufgrund eines Hinweises eines anderen K-M-Fans konnte ich diesmal auch den gesuchten Drehort sofort finden. Und wieder bewahrheitete sich der Spruch "Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht". Auch diese Stelle hatten Robert und ich bei unserem letzten Besuch in Augenschein genommen, aber nicht erkannt. Direkt am Drehort befindet sich eine Bank, auf der wir gesessen und uns beraten hatten. So langsam trudelten dann auch weitere Touristen ein, erst vereinzelt, dann in kleineren Gruppen, so dass ich mich entschloss, den Rückweg anzutreten. Jetzt schwappte mir Welle auf Welle asiatischer Reisegruppen entgegen. Schlimm, man kommt an diesen Gruppen kaum vorbei. Sie blockieren die Stege und fuchteln wie wild mit diesen Selfiestöcken herum, gerade so, als ob sie völlig alleine auf der Welt wären. Den unteren Seen einen Besuch abzustatten schenkte ich mir. Von Stefan und seiner Reisegruppe, die am Samstag hier waren, hatte ich die Info, dass der Corana-Canyon unzugänglich und sogar der Abstieg am Eingang 1 gesperrt sei. Teilweise sollten sogar die Stege überspült sein. Zurück im Hotel bot sich mir noch die Gelegenheit, das Zimmer 201 zu besichtigen, auf dessen Balkon Starfotos mit Pierre und Lex gemacht wurden. Um 11:30 Uhr brach ich dann nach Starigrad-Paklenica auf. Die letzte Etappe war schnell geschafft, gegen 13:00 Uhr traf ich im Hotel Alan ein. Robert, Stefan und Wolfram waren bereits vor Ort. Bei Dinko wurde es dann ein recht langer Abend.

Montag, 01.06.2015
Am nächsten Tag stand der Prezid-Pass auf dem Programm. Kurz vor dem Pass befindet sich ein weiteres Drehgebiet, dass ich noch nicht besucht hatte. Robert und Wolfram hatten dies bereits bei ihrer Herbsttour 2014 besucht, aber im Nachhinein konnten wir weitere unbekannte Szenen diesem Drehort zuordnen. Meine Hoffnung, hier auch den Drehort "Happy fängt den Goldklumpen" zu finden, erfüllte sich leider nicht. Gegen 16:00 Uhr traten wir denn die Rückfahrt an. Die Temperatur lag bei knapp 30 Grad, da kam die Abkühlung vor dem Abendessen im Pool gerade recht.

Dienstag, 02.06.2015
Für heute hatten Robert und ich uns vorgenommen, nochmals die Drehorte der Bienenszenen in Benkovac genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei unserer Tour über Himmelfahrt hatten wir lediglich das Gelände sondiert, uns aber nicht detailliert damit befasst. Jetzt durchstreiften wir das Gelände genauer und konnten auch in zwei Fällen Drehorte ziemlich genau zuordnen. In zwei weiteren Fällen war dies aufgrund des starken Bewuchses nicht mehr möglich. Gott sei Dank schütten die Kroaten auch hier im Gelände wild ihren Bauschutt ab, so dass sich kleine Erhebungen ergeben, von denen man zumindest einen Blick über die Büsche hinweg auf die Höhenzüge im Hintergrund werfen kann. Diese sind natürlich leider nicht an den genauen Kamerapositionen, aber immerhin.
Danach war nochmals relaxen am Pool angesagt, bevor dann um 17:00 Uhr die Jubiläumsveranstaltung offiziell eröffnet wurde.

Der Dom in Regensburg
Hotel Plitvice (Rückansicht)
Hotel Plitvice (Lobby)
Auf dem Balkon von Zimmer 201
Sveti Rock Am Prezid Pass Am Prezid Pass
Abendessen bei Dinko







 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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