Drehortreise Oktober 2018

Nachdem ich alle Drehorte der Winnetoufilme zur Genüge abgegrast habe, habe ich mich auf ein neues Terrain begeben ... auf die Spuren des Schut sowie auf die Suche nach der Pyramide des Sonnengottes und des Schatzes der Azteken.

Im September / Oktober ging es dazu nach Bosnien-Herzegowina, nach Montenegro und in den Kosovo.

Eine wunschschöne Tour zu für mich neuen Schauplätzen der Karl-May-Filme „Der Schut“ und der Doppelproduktion „Der Schatz der Azteken“ / „Die Pyramide des Sonnengottes“ liegt schon wieder hinter mir. Diese von Michael Petzel initiierte und von Wikinger Reisen organisierte Reise führte zu Drehorten in Bosnien-Herzegowina, Montenegro und in den Kosovo. Erstmals hatte ich mich für eine organisierte Reise entschlossen, musste also nicht selbst im Vorfeld tätig werden und den Tourplan, die Übernachtungen und vor allem die Drehorte per Google lokalisieren. So blieb einzig, vorab nochmals die Filme anzuschauen und für die avisierten Drehorte die jeweiligen Filmfotos mittels Screenshots zu ziehen.

1.Tag, Samstag, 29.09.2018
Die Anreise konnte individuell gestaltet werden. Für die Teilnehmer aus Deutschland war ein Flug von Frankfurt/M. nach Dubrovnik im Angebot enthalten. Ich hatte mich entschlossen, diesen mit den anderen Teilnehmern zu nutzen und nach Frankfurt mit dem Auto zu fahren, da am Abend des Rückreisetages eine direkte Zugfahrt zurück nach Braunschweig nicht mehr möglich war. Bedingt durch den Ferienbeginn in Niedersachsen und den erwarteten Menschenmassen am Flughafen bin ich bereits um 8:00 Uhr gestartet. Wider Erwarten gab es keinerlei Verkehrsstörungen, so dass ich ohne Probleme in Frankfurt ankam. Auch das Abstellen des Autos auf einem privaten Parkplatz verlief reibungslos. Am Flughafen waren jedoch die erwarteten Schlangen am Check-In, an der Pass- und Personenkontrolle. Knapp 1,5 Stunden habe ich von der Ankunft am Flughafen bis zum Abflugschalter gebraucht. Trotzdem hatte ich noch genügend Zeit durch die Läden zu bummeln.

Am Abflugschalter traf ich dann auch auf 5 Teilnehmer, die mir allesamt von früheren Veranstaltungen in Kroatien oder Berlin bekannt waren. Da die Teilnehmerliste anonymisiert war, war eine Kenntnis über die Teilnehmer vorab nicht möglich.

Mit etwas Verspätung hob dann der Flieger gen Dubrovnik ab. Am Flughafen wurden wir von Dragan, unserem Fahrer und von Miljan unserem Reiseleiter vor Ort bereits erwartet. Es gesellte sich noch ein weiterer Teilnehmer zu uns, mit dem ich schon seit langem Mailkontakt pflege, aber noch nicht persönlich begegnet war. Entsprechend groß war das Hallo. Im Hotel trafen wir dann auf die restlichen Teilnehmer aus Österreich, Italien und Luxemburg. Beim gemeinsamen Abendessen stellten wir uns gegenseitig vor und Michael Petzel stimmte uns auf die folgenden Tage ein.

2.Tag, Sonntag, 30.09.2018
Um 08:00 Uhr ging es bereits los Richtung Ivanica, dem Grenzübergang oberhalb von Dubrovnik. Der Grenzübertritt stellte uns gleich auf eine harte Geduldsprobe. Mehr als eine Stunde dauerten die Passformalitäten der Aus- und Einreise. Heute am ersten Tag standen in der Hauptsache Drehorte aus „Old Shatterhand“ und „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ auf dem Programm. Direkt hinter der Grenze lag die Westernstadt aus dem Film „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“. Anhand zweier Panoramafotos, die Michael Petzel mitgebracht hatte, ließ sich der Standort genau erkennen. Und wir konnten gleich unsere bisherigen Annahmen korrigieren. Nach allgemeinen Informationen in der Szene sollte die Stadt eigentlich auf der auch heute noch unbebauten Fläche rechts der von der Hauptstraße in die Ortschaft abzweigenden Straße gelegen haben. Weit gefehlt. Die beiden Bilder belegen eindeutig, dass die Stadt links der Straße im heute bebauten Teil gelegen hat. Anschließend ging es einmal rund um und durch das Popovo polje. Wie an der Perlenschnur reihen sich in diesem Tal die Drehorte aneinander. Anschließend ging es weiter zu den Drehorten ins Zupcital. Mit Einbruch der Dunkelheit ging es über den Pass, natürlich wieder mit einiger Wartezeit an der Grenze, nach Montenegro. Unsere Station für die zweite Nacht war Herceg-Novi.

3.Tag, Montag, 01.10.2018
Wieder starteten wir um 08:00 Uhr und es ging hoch hinauf auf den Orjen-Pass. Hier oben wurden die Einstellungen des Postkutschenüberfalls und die Szenen rund um das Franzosengefängnis jeweils im Film „Der Schatz der Azteken“ gedreht. Anschließend ging es in ein kleines, gemütliches, das einzige hier oben in der Landschaft liegende Restaurant zum Mittagsimbiss. Weitere Drehorte standen heute nicht mehr auf dem Programm, vielmehr lag eine sehenswerte Fahrt durch die Bucht von Kotor und die Bergwelt Montenegros nach Budvar vor uns. Budvars Altstadt zählt mit zu den schönsten in Montenegro und so war es nicht verwunderlich, dass alle Teilnehmer den schönen, lauen Sommerabend nutzten, die Altstadt zu erkunden und in einem der zahlreichen Restaurants und Bars den Abend in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen. So ganz nebenbei ist am Rande der Altstadt noch ein Requisit aus dem Film „Raubzug der Wikinger“, die große, goldene Glocke, zu besichtigen.

4.Tag, Dienstag, 02.10.2018
Heute standen nicht allzu viele Drehorte auf dem Programm, die Abfahrt war auf 09:00 Uhr festgelegt, so dass wir eine Stunde länger schlafen konnten. Leider bewahrheitete sich die Wettervorhersage und der Himmel war wolkenverhangen. Unsere erste Station war der Hafen von Petrovac. Hier ankerte im „Schut“ Lord Lindsays Yacht und der als Kaufmann Nirwan getarnte Schut fährt mit seiner Kutsche vor. Gerade als wir die Besichtigung der Hafenmole beendet hatten, setzte ein Starkregen ein, der uns zwang eine Pause in einem Hafencafe einzulegen. Als der Regen nachgelassen hatte, machten wir uns auf den Weg nach Ulcinj. Erster Anlaufpunkt war die Klezna-Schlucht. Hier konnten wir uns jetzt selbst ein Bild der Zerstörung machen, von der andere K-M-Fans schon berichtet hatten. Umfangreiche Bauarbeiten zur Straßenverbreiterung haben das Aussehen komplett verändert. Die Schlucht hatte bereits eine Straßenverbreiterung hinter sich, die aber in Maßen durchgeführt wurde, so dass der Charakter erhalten geblieben war. Lediglich an den oberen Felsformationen kann man jetzt noch Rückschlüsse auf die hier gedrehten Filmszenen ziehen. Anschließend ging es weiter zu den Drehorten „Abschiedsszene“ zu Beginn des Films „Old Shatterhand“ und zur Wiese, auf der der Zweikampf Winnetou vs. Großer Bär zu Ende gedreht wurde. Als letzte Station ging es nach Ada Bojana. Auf der heute schon recht stark bebauten Ebene wurde die Flucht des Trecks und das Trecklager mit dem Tanz der Siedler gedreht. Genaue Drehorte lassen sich hier nicht ermitteln, lediglich die Berge im Hintergrund geben in etwa die Positionen her. Aufgrund der schlechten Witterung ging es danach direkt ins Hotel in die Altstadt von Ulcinj. Nach der Ankunft im Hotel klarte der Himmel bereits wieder auf, und so stand einer Altstadtbesichtigung nichts im Weg. Am Abend traf sich eine kleinere Gruppe in einem schönen, oberhalb der Klippen gelegenen Restaurant. Es sollte ein sehr lustiger, m.M. nach der schönste Abend der Tour werden.

5.Tag, Mittwoch, 03.10.2018
Heute stand eine lange Busfahrt an. Daher hieß es wieder früh aufstehen und frühstücken. Die Tour führte uns von Ulcinj über Podgorica durch die Moraca-Schlucht bis in den Kosovo nach Pec. Innerhalb der Moraca-Schlucht liegt eine Vielzahl an Drehorten. Ich muss gestehen, ich hatte mir die Schlucht noch spektakulärer vorgestellt. Auch von den Drehorten war ich bis auf einen, die alte Bogenbrücke in der Nähe des Moraca-Klosters, enttäuscht. Kein Drehort ist mehr im Originalzustand. Sofern lediglich die Natur den Drehort überwuchert, ist das ja im Lauf der Zeit verständlich. Aber fast alle Drehorte sind durch Menschenhand verändert. Auch hier wurde am Treffpunkt auf Busra, den Bettler, die Straße verbreitert. Am Drehort Rih’s Tod werden derzeit gerade die Pfeiler der neuen Autobahn in den Himmel gegossen. Dazu sind für die Materialtransporte Straßen in die hinteren Berge geschlagen worden. Die Teufelskanzel ist eine öffentliche Kloake. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Nach einem wieder sehr zähen Grenzübertritt kamen wir schließlich spät abends in unserem Hotel in Pec an.

6.Tag, Donnerstag, 04.10.2018
Am sechsten Tag unserer Reise standen die Drehorte im Kosovo, für fast alle Teilnehmer absolutes Neuland, auf dem Programm. Zunächst besichtigten wir die 3 bisher ausfindig gemachten Drehorte in der Stadt. Das Haus des Muktar, das abgerissen und an anderer Stelle wieder aufgebaut wurde, den Friedhof an dem die Prozession des Mübarek vorbeiführte und letztlich den Basar an der Moschee, in dem Lord Lindsay auf Kara und Hadschi traf. Die Häuser sind zwar alle neu, aber der Charakter der kleinen Hofs ist noch wie damals. Anschließend ging es an den Stadtrand zum Patriarchenkloster. Hier bat Scheetah die speisenden Bauern um Hilfe. Weiter ging die Fahrt nach Streoc. In diesem kleinen Dorf wurde der Bärenkampf gedreht. Leider sind auch hier die alten Steinhäuser nicht mehr vorhanden. Aber anhand des Straßenverlaufs, eines Baumes und der Berge im Hintergrund ließ sich der Drehort noch genau lokalisieren. Auch der alte Friedhof an der kleinen Moschee, die inzwischen auch renoviert ist, ist noch vorhanden. Am Dorfrand, in einem heute völlig zugewucherten Flussbett wurde Kara vor herrlichem Bergpanorama an den Schut übergeben. Als letzte Station stand die Schlucht, in der das Floss überfallen wird, auf dem Programm. Bis auf Karl, Jens und mich zogen alle eine Mittags-/Kaffeepause im Restaurant vor. Wir drei schlugen uns durch das Gebüsch bis auf den oberen Canyonrand durch. Dort wurden wir nicht nur mit einem herrlichen Blick belohnt, sondern wir konnten auch mehrere Felsen der Filmszene ausfindig machen. Anschließend ging es auf die lange Rückfahrt bis Podgorica. Bei Streoc konnten wir dann allerdings noch den großen, alten Friedhof direkt neben der Straße entdecken. Dieser Drehort ist nahezu unverändert. Baumbewuchs und Grabsteine sind noch wie im Film vorhanden. In Podgorica kamen wir dann wieder spät abends an.

7.Tag, Freitag, 05.10.2018
In und um Podgorica liegt eine Vielzahl an Drehorten. Auf dem kleinen Flughafengelände wurden verschiedene Reitszenen, die Verfolgung der Schutkutsche, sowie die Frauen am Marterpfahl der Chichimeks gedreht. Das Flughafengelände kann man ohne weiteres betreten. Hier landen allerdings hin- und wieder Sportflugzeuge, sodass die Landebahn und der Anflugbereich nicht betreten werden sollten. Gleich hinter dem Flughafen liegt in einiger Entfernung die Cijevna, an deren Verlauf bis zum großen Wasserfall (Schlusskampf) etliche Reitszenen gedreht wurden. Etwas weiter abseits liegt in Tuzi der zur „Pyramide des Sonnengottes“ umgestaltete kleine Berg. Von dort ging es weiter zum Skutarisee. Leider ist das Ufer entlang der Bahnschienen sehr dicht und hoch bewachsen, so dass das Panorama der Abschiedsszene nicht mehr mit der Kamera eingefangen werden kann. Der schmale Grasstreifen am Ufer, auf dem die Szene gedreht wurde, ist aber noch gut auszumachen. Für die Szene „See des Vergessens“ gilt im Prinzip das Gleiche, allerding kann man von der Brücke infolge des erhöhten Standpunkts das Panorama noch komplett erkennen. Als letzter Drehort des Tages stand dann die sog. Schutkurve oberhalb des Sees auf dem Programm.

8.Tag, Sonnabend, 06.10.2018
Am letzten Karl-May-Drehorttag standen als erstes die Krater bei Stubica aus dem Film „Der Schatz der Azteken“ auf dem Programm. Vorher besichtigten wir noch das an die Felswand gebaute Kloster Ostroc. Dann ging es zurück nach Trebinje. Leider war die Zeit schon sehr weit fortgeschritten, so dass eine Wanderung hoch zur Festung Kravica ausfallen musste. Unseren letzten Abend verbrachten wir dann wieder in Dubrovnik.

9.Tag, Sonntag, 07.10.2018
Der letzte Tag unserer wunderschönen Reise war gekommen. Zum Abschluss wollten wir das Hotel Argentina und die Villa Scheherazade besichtigen. Zu letzterer wurde uns der Zutritt leider nicht gestattet, da die Villa bewohnt war. Nach der Hotelbesichtigung stand der Rest des Tages zur freien Verfügung. In Dubrovnik wurden ja Star Wars und Games of Thrones gedreht. Zu den Drehorten innerhalb der Altstadt werden regelmäßig Führungen angeboten. Ich oute mich jetzt als Nichtkenner beider Produktionen und deshalb habe ich auch keine Drehortführung mitgemacht, sondern in einer kleinen Gruppe die Zeit bis zur Abfahrt zum Flughafen in einer Bar in der Altstadt verbracht. Zum Abschluss hatte unser Flieger eine Stunde Verspätung, so dass die meisten Reiseteilnehmer ihre Anschlussflüge bzw. Züge nicht erreichten und die Nacht in Frankfurt verbringen mussten. Da ich mit dem Auto angereist war musste ich mir die Nacht nicht um die Ohren schlagen und konnte die Heimreise antreten.

 Fotos folgen in Kürze ...

 

Drehortreise Oktober 2018

Nachdem ich alle Drehorte der Winnetoufilme zur Genüge abgegrast habe, begebe ich mich jetzt auf ein neues Terrain ... auf die Spuren des Schut sowie auf die Suche nach der Pyramide des Sonnengottes und des Schatzes der Azteken.

Im September / Oktober geht es dazu nach Bosnien-Herzegowina, nach Montenegro und in den Kosovo.

Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwartet.

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Das goldene Jubiläum - 50 Jahre Winnetou und das Halbblut Apanatschi / Winnetou und sein Freund Old Firehand

1. Tag, Samstag 04.06.2016
Erstmals wurde die Jubiläumsveranstaltung über eine ganze Woche terminiert. Das lag zum einen daran, dass am Montag, dem 06.06.2016, dem einjährigen Todestag Pierre Brice's gedacht werden sollte, zum anderen, dass von vielen Teilnehmern eine Entzerrung des Programms gewünscht wurde um mehr Zeit für Gespräche und Erholung zu erhalten.
Wie im letzten Jahr fand die Eröffnung wieder im Poolbereich statt. Nach dem Abendessen trafen sich wie gewohnt alle im alten Saal. Hier wurde uns das Programm vorgestellt und u.a. auch der Film von Rolf Pichel über das letztjährige Fest gezeigt.

2. Tag, Sonntag 05.06.2016
Zunächst stand ein Besuch der Altstadt von Zadar auf dem Programm. Danach begaben sich alle auf ein Ausflugsschiff, dass exklusiv für uns gechartert worden war. Bei einer Fahrt durch die Inselwelt der Kornaten bestand ausreichend Gelegenheit, Gespräche zu führen, alte Bekannte zu begrüßen und neu hinzugekommene Fans kennenzulernen. Insgesamt waren diesmal rund 140 Fans aus 15 Nationen angereist. Jeweils ein neuer Rekord. Erstes Ziel war der "falsche" Silbersee in Dugi Otok. Dieser Binnensee, der im Sommer leicht eine Temperatur von 33 Grad erreichen kann, heißt zwar Silbersee, hat aber mit dem Silbersee nichts zu tun, auch wenn es von Einheimischen gerne so dargestellt wird. Hier bestand die Gelegenheit zum Baden, was von einigen auch genutzt wurde. Andere machten sich auf den Weg an die Steilklippen um den fantastischen Ausblick zu genießen. Anschließend ging es weiter nach Crvena luka. Hier sollten wir auf Hella Brice treffen. Gemeinsam besichtigten wir mit ihr den Drehort in der Bucht, verwendet in den Filmen "Apanatschi" und "Winnetou III". Unser letztes Ziel war schließlich Drage. Auf dem Hügel oberhalb des Hafens wurde in "Winnetou III" die Todesahnung gedreht. Gemeinsam mit Hella konnten wir hier einen ebenso schönen Sonnenuntergang wie im Film genießen. Bei Einbruch der Dunkelheit fuhren wir wieder ins Hotel zurück.

3. Tag, Montag 06.06.2016
Am Vormittag stand zunächst die Autogrammstunde mit Martin Böttcher statt. Nach dem Mittagessen ging es zunächst auf das Pueblo Plateau. Martin Böttcher, der noch nie an den Drehorten war, konnte diesen mit uns gemeinsam kennenlernen. Anschließend ging es hinauf zum Tulove grede. Anlässlich des ersten Todestags von Pierre Brice wurde an der Windschutzmauer in einer Feierstunde von Hella Brice und Martin Böttcher eine Gedenktafel zur Erinnerung an Pierre Brice und die hier gedrehten Winnetoufilme enthüllt. Danach hatten wir einige Zeit zur freien Verfügung, ehe an der Schäferhütte bei Mieles das Abendessen serviert wurde. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit wurden alle auf die Gräberwiese geführt. Hier sollte der Erinnerungsevent für Pierre stattfinden. Und die Verantwortlichen hatten nicht zu viel versprochen. Der Tulove grede wurde während der Veranstaltung ständig illuminiert, während auf einen Fels Fotos, Sketche und weitere kleine Filme aus dem Leben unseres Winnetous auf einen Felsen projiziert wurden. Bis nach Mitternacht dauerte dieses unvergessliche Erlebnis an.

4. Tag, Dienstag 07.06.2016
Der Vormittag stand zur freien Verfügung, am Nachmittag hatte jeder Fan nochmals die Gelegenheit, im Rahmen einer Auktion ein persönliches Andenken an Pierre zu ersteigern.
Am Abend fand in dem kleinen Dorf Marasovic am Fuße der großen Paklenicaschlucht ein Kostümfest statt. Eine Band sorgte für rockige Musik, während die besten Kostüme von Hella und weiteren Jurymitgliedern prämiert würden. Es wurde ein langer Abend in gemütlicher Runde.

5. Tag, Mittwoch 08.06.2016
Auch der Mittwoch stand vormittags zur freien Verfügung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es zum Prezid-Pass. Hier trafen wir zunächst auf Winnetou. Ulrich gegrüßte uns im Kostüm auf "Iltschi". Das Pferd war angesichts der vielen Personen ziemlich nervös, stand den Auftritt aber durch. Was fehlte war die Silberbüchse, die dann von Apanatschi herangetragen wurde. Auch Uschi Glas war seit den Dreharbeiten erstmals wieder an diesem Drehort. Groß war die Überraschung, als schließlich noch ihr kleiner Filmbruder Happy, Marinko Cosic, herbeigerufen wurde. Beide standen den Fragen der Fans zur Verfügung und anschließen ging es zur Goldader. Hier konnten wir wieder Fotos 1zu1 zum damaligen Filmdreh schießen. Die Organisatoren hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen. Sie sprengten die Goldmine und jeder Gast bekam einen Goldklumpen. Einen USB-Stick in Form eines Goldbarren mit Gravur. Den Höhepunkt des Tages bildete dann nach dem gemeinsamen Abendessen die Filmvorführung von "Winnetou und das Halbblut Apanatschi". Es ist immer ein besonderes Highlight an einem Originaldrehort unter Sternenhimmel einen Karl-May-Film zu schauen.

6. Tag, Donnerstag 09.06.2016
Am Vormittag präsentierten die Gebrüder Gitt bisher unveröffentlichte Fotos und Filme von den Dreharbeiten. Danach gab es die Autogrammstunde mit Uschi Glas und Marinko Cosic. Der Festsaal war zu diesem Zweck mit Originalkostümen geschmückt. U.a. konnte das Originalkostüm von Apanatschi, das schon in Berlin zu sehen war, bewundert werden. Zudem waren auch Hose und Jacke von Happy ausgestellt. Darüber hinaus auch die Weste von Judge und die Uniformjacke von Mendozza (aus Old Firehand). Nach dem Mittagessen ging es dann wieder hinauf zum Tulove grede. Dort sollte jeder sein Einzelfoto mit den beiden Stars bekommen. Zunächst stand das Shooting mit Uschi Glas auf dem Programm. Es fand am gleichen Felsen, an dem damals das Starfoto mit dem Adler gemacht wurde, statt. Der damalige Adler hieß übrigens Peter und ist heute noch ausgestopft in der Adlerwarte Berlebeck zu besichtigen. Ursprünglich sollte dieser für das Fotoshooting zum Einsatz kommen. Eine Einfuhr nach Kroatien scheiterte aber an der Tatsache, dass für das damals verwendete Präparationsmittel keine Bescheinigung mehr vorgelegt werden konnte. Und zur Überraschung aller hatten die Organisatoren für mehr als einen Ersatz gesorgt. Sie hatten tatsächlich wieder einen echten Adler organisiert. Alle mussten mucksmäuschenstill sein um den Adler nicht nervös zu machen. Nachdem der Adler brav alles über sich hatte ergehen lassen, ging es zum Happyfelsen. Hier erhielt jeder Fans sein Foto mit Marinko Cosic. Während des Fotoshootings zog sich leider der Himmel zu und es wurde bedrohlich dunkel. Als der erste Donner grollte, konnten wir noch schnell den Pabstfelsen besichtigen. Hier hatte das Orgateam die damalige Szene nachgestellt. Eine Strickleiter hing vom Fels herab, darunter lag ein Adlernest. Jeder schoss noch schnell ein paar Fotos, ehe der große Regen einsetzte und alle in die Busse flüchteten.

7. Tag, Freitag 10.06.2016
Am letzten Tag des diesjährigen Festes stand eine ganztägige Bustour zu verschiedenen Drehorten an. Zunächst ging es nach Rastevice. Hier an der Bahnlinie standen in Apanatschi das Eisenbahnercamp Rocky Ground und die Stadt Rocky Town. Am Ortseingang stand damals ein Bauernhaus, in dem die Filmcrew ihr Lager aufgeschlagen hatte. Der Eigentümer gestattete uns einen Einblick. Allerdings ist die heutige Raumaufteilung nicht mehr identisch mit dem damaligen Zustand. Zum Mittagessen ging es anschließend an der Zrmanja Canyon. Auf einem Aussichtspunkt hatte das Hotel Alan Erbsensuppe, sowie garnierte Platten mit Schinken und Käsebereitgestellt. Dazu gab es Wasser, Rot- oder Rosewein. Zum Abschluss ging es zu den Drehorten am Bauxitwerk und an der Zrmanjaschleife. Leider setzte dann wieder ein Gewitter ein, das uns zur Heimfahrt zwang.
Nach dem Abendessen hatten sich die Wolken wieder verzogen und die Sonne kam zum Vorschein, so dass die Abschlussveranstaltung im Freien am Pool stattfinden konnte.
Wir haben wieder unvergessliche Momente erlebt und freuen uns alle schon auf 2017.

Der geschmückte Poolbereich Fahrt durch die Inselwelt der Kornaten Der falsche Silbersee in Dugi Otok Die Steilküste von Dugi Otok
Empfang von Martin Böttcher auf dem Pueblo Plateau Enthüllung der Gedenktafel für Pierre Brice am Tulove grede Die Gedenktafel für Pierre Brice am Tulove grede Abendessen an der Schäferhütte
Gedenkfeier für Pierre Brice Illuminierter Tulove Grede Handabdruck Pierre Brice "Winnetou" Ulrich begrüßt uns am Prezid Pass
Uschi Glas bringt Winnetou die Silberbüchse Uschi Glas mit "Winnetou" Ulrich Uschi Glas begrüßt ihren kleinen Filmbruder "Happy" Marinko Cosic Uschi Glas an alter Kameraposition an der Goldmine
Filmvorführung am Drehort "Prezid Pass" Filmvorführung am Drehort "Prezid Pass" Filmvorführung am Drehort "Prezid Pass"  Original Filmkostüme
 Die Darsteller an ihren Originalkostümen  Der Adler für das Fotoshooting mit Uschi Glas  Nachstellung der Adlerszene Autogrammstunde mit Uschi Glas
Autogrammstunde mit Martin Böttcher Mittagspause am Novigrader Meer Besuch des Drehorts an der Zrmanja Schleife  Das Wetter spielt nicht mit ... es regnet
 Das weltgrößte Poster von Pierre Brice als Winnetou (10 x 15 Meter)  Abschlusstorte  Einzelfoto mit Uschi Glas samt Adler an historischer Stätte  Einzelfoto mit Marinko Cosic an historischer Stätte
       

Drehortreise Oktober 2017

Kurzentschlossen haben Wolfram und ich nochmals eine Drehorttour unternommen.
Auf dem Programm standen mehr oder weniger nur die Suche von Szenen an unbekannten Drehorten, oder Szenen an Orten, die ich bisher noch nicht aufgesucht hatte.
Bezogen auf die unbekannten Drehorte war die Drehortreise nicht sehr erfolgreich. Keine der Szenen konnten wir lokalisieren. Spaß gemacht hat die Tour dennoch allemal. Wir hatten die 4 Tage Sonne pur bei 25 Grad, das war perfekt.


1. Tag, Donnerstag 12.10.2017

Nach der Landung in Split am frühen Nachmittag sind wir als erstes nach Ladevici gefahren. Die Hoffnung, dort in einem Bachbett den Ritt unter Banditenbeobachtung aus Winnetou 2 zu finden hat sich aber leider nicht erfüllt. Anschließend waren wir noch in Rupe/Dubravice.
Im Schlusskampf im „Tal der Toten“ (gedreht in der Paklenica-Schlucht) treten Sam Hawkens und Lord Castlepool in Indianerkostümen auf. Die großformatigen Aufnahmen im Film lassen keinen Rückschluss auf den Drehort zu. Es existieren aber Filmfotos, auf denen der Hintergrund gut zu erkennen ist. Die darauf zu sehende Felscharakteristik ist 100% mit Rupe übereinstimmend und kommt in der Paklenicaschlucht nicht vor. Der im Film zu erkennende kleine Felsausschnitt ist auch auf den Filmfotos auszumachen. D.h., Fotos und Filmszenen sind am gleichen Ort gemacht.
Die Felsgruppen am Hang rechts des Eingangs zum Schlangental sind alle relativ frei und wir konnten diese daher genau untersuchen. Aber auch hier leider keine Erfolgsmeldung. In Roski, einer weiteren Möglichkeit, haben wir später auch noch gesucht, aber dort sind derartige Felsen nicht vorhanden. Der größte Teil des Tals in Rupe ist heute nicht mehr zugänglich. Daher bleibt dieser Drehort wohl verschollen.
Am frühen Abend erreichten wir unser Quartier am Eingang 2 des Krka-Nationalparks, das Hotel Vrata Krke (günstig und zu empfehlen).

 

2. Tag, Freitag 13.10.2017

Am frühen Morgen ging es in den Park. Hier wollten wir zum Beratungsplateau. Auch hier erlebten wir wieder ein Negativerlebnis (kein Wunder: Freitag, der dreizehnte). Die Wärter ließen uns nicht auf die Straße. Sie rannten hinter uns her und verscheuchten uns unter Androhung des Parkverweises. Wir haben dann noch versucht, am hinteren Ende des Parkplatzes in den Wald vorzudringen. Aber hier ist das Gestrüpp so dicht, dass wir Abstand genommen haben. Also kein Beratungsplateau und auch kein Lord Castlepool mit Lupe. Wir waren dann nur (Wolfram zum ersten Mal) am Sterbeort Major Kingsley. Das Buschwerk ist auch hier mittlerweile extrem dicht.
Von dort ging es dann weiter nach Roski zur Kanuszene von oben (TdT). Den Kamerastandort am oberen Canyonrand haben wir mühelos gefunden. Über die Ebene ging es relativ problemlos. Bewuchs ist kaum vorhanden. Lediglich eine kleine, quer verlaufende etwas dichtere Buschgruppe, sowie ein Buchenwäldchen standen im Weg. Durch beides führte aber ein deutlich erkennbarer (Tier-)pfad. Auch die letzten Meter durch dichteres Gebüsch waren kein Problem. Überhaupt nicht zu vergleichen mit Kresevo. Der Drehort ist einmalig schön, bietet einen fantastischen Blich in den Canyon. Allerdings ungefährlich ist die Klippe nicht. Man steht direkt am Abgrund. Es verwundert immer wieder was das Drehteam unternommen hat, um wenige Sekunden zu drehen. Anschließend umrundeten wir noch die Schleierfälle bezüglich der Szenen in der RTL-Neuverfilmung. Das alte Haus rechts der Autobrücke ist saniert und zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut worden. Auf dem großen Freisitz haben wir uns eine längere Pause mit kalten Getränken gegönnt. Unser Quartier für die Nacht war dann das Hotel Mihovil in Knin.

 

3. Tag, Samstag 14.10.2017

Am Samstag stand als erstes der Drehort des „Treffens Wabble und Annie auf Surehand“ auf dem Programm. Der damalige Drehort liegt heute wohl innerhalb des Waldes, aber auch vom Waldrand ließen sich filmgetreue Fotos machen. Weiter ging es zum Perucko jezero. Wir hatten Glück, der See führte immer noch sehr wenig Wasser. Die Drehorte des Trecklagers lagen trocken, so dass wir erstmals Fotos dieser Location machen konnten.
Anschließend statteten wir Vinalic noch einen Besuch ab. Hier fuhr der Treck und Surehand sprang auf den letzten Wagen auf. Wie überall wird auch hier das Gestrüpp immer dichter. Der Fels hinter dem Surehand wartet, ist nunmehr auch fast eingewachsen. Am östlichen Ufer des Sees hielten wir Ausschau nach Abhängen, in der Hoffnung ggf. einen der Szene „Surehand reitet mit Packpferd einen Abhang hinunter“ (Ölprinz) zuordnen zu können. Es gibt von der Straße zum See hinunter zwar viele Abhänge, aber keiner ähnlich dem Abhang im Film. Also, auch diese Szene bleibt weiterhin unbekannt. In der Mondlandschaft sind wir noch ein wenig umhergelaufen mit Blick auf das Navajolager. Aber auch das haben wir (erwartungsgemäß) nicht gefunden.
Unser nächstes Quartier, das Hotel Alkar in Sinj erreichten wir schon kurz nach Mittag.
Da noch genügend Zeit war, sind wir dann noch nach Trilj gefahren, in der Hoffnung, die Cetina mit wenig Wasser vorzufinden. Im Gegensatz zum Perucko war sie voll Wasser. Das Plateau der Wagenburg und die beidseitigen Hänge sind komplett abgebrannt. Alle Felsen liegen dort momentan frei. Leider hatten wir keine Filmbilder mit.

 

4. Tag, Sonntag 15.10.2017

An unserem letzten Tag sind wir dann auf unserem Weg nach Omis wieder durch Trilj gekommen. Und man glaubt es kaum, der Wasserstand war über Nacht deutlich gefallen. Aber die Szenen der Floßfahrt lagen weiterhin unter Wasser. Lediglich die obersten Spitzen einiger Felsen ragten heraus. Schade, sollte die Cetina wieder abgesengt werden, waren wir ein paar Tage zu früh dort.
In Omis haben wir dann nochmals alle möglichen Einstellungen vor dem künstlichen Höhleneingang abgearbeitet. Dazu braucht es eines großen Weitwinkel, den ich mir vor einiger Zeit zugelegt hatte. Abschließend ging es weiter in meine kroatische Lieblingsstadt Trogir. Dort suchten wir einige Locations auf, die auf privaten Dreharbeitenfotos und -filmen festgehalten sind. Bis auf renovierungsbedingte Verschönerungen hat sich an den Häusern nichts verändert. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.

 

5. Tag, Montag 16.10.2017

Nach einem Frühstück in einem Cafe an der Hafenpromenade hieß es dann schon wieder Abschied nehmen.

 

 Drehort Kanuszene am Krka-Canyon  Drehort Treffen Old Surehand auf Wabble und Annie  Drehort Treffen Old Surehand auf Wabble und Annie  Im ausgetrockneten Teil des Perucko jezero
 Platz der Wagenburg bei Trilj abgebrannt  Trogir  Blick auf Skradin  Shatterhandfels in Radmanove mlinice
 Hier saß schon Lex Barker während der Dreharbeiten zu Winnetou III  Abendessen in Trogirs Altstadt  Pause in Roski  In Trogir
       
       

 

 

Reisebericht 2008

Nachdem wir bereits drei Mal Urlaub in Kroatien gemacht haben, bot sich 2008 erstmals die Gelegenheit, bewusst Drehorte der Winnetoufilme zu besuchen. Im Internet habe ich ein bisschen recherchiert und auch Seiten gefunden, die über die Lage und die Drehorte im Allgemeinen Auskunft gaben. Der Krka-Nationalpark, die Plitvicer Seen und Trogir standen ohnehin auf dem Programm. Aber unbedingt sehen wollte ich das Pueblo-Plateau mit dem Blick auf den Rio Pecos und den Nugget-Tsil. Ich war hoch erfreut, dass diese beiden Drehorte in unmittelbarer Nähe von Zadar liegen. Nach einer Woche Badeurlaub auf Krk hatten wir eine Schiffsreise ab Zadar gebucht und in Rovanjska für die Nacht vorher ein Quartier gebucht. So war es problemlos möglich, die wenige Kilometer entfernten Drehorte zu besuchen.

Der Tag des Besuchs fiel auf einen besonderen Tag, meinen Geburtstag. An meinem Ehrentag stand ich dann also endlich auf dem Plateau und blickte zum Rio Pecos hinab. Es war ein erhabener Moment. Minutenlang genoss ich den atemberaubenden Ausblick in den Canyon und ließ die Szenen aus Winnetou 1 und 3 nochmals in Gedanken vorüberziehen. In unmittelbarer Nähe erhob sich bereits der Tulove Grede, im Film der Nugget-Tsil. Das war dann unser nächstes Ziel.

Unterhalb des Tulove Grede befindet sich auf der Ebene der Drehort Eisenbahnercamp aus Winnetou I. In unmittelbarer Nähe vor dem Gelände standen Minenwarnschilder. Ob das Gebiet minenfrei war ließ sich jetzt auf die Schnelle nicht klären. Deshalb haben wir damals darauf verzichtet, den Drehort zu begehen und sind vorbei gefahren. Längs der alten Passstraße standen immer wieder Warnschilder und uns beschlich so langsam ein ungutes Gefühl. Über die sich in den Berg windende Schotterpiste oben angekommen, bot sich uns eine wunderschöne Landschaft. Der weiße Fels und die grünen Wiesen sind ein Naturspektakel, das seinesgleichen sucht. Auf dem ersten Blick erkennt man die Felsen und wieder ließ ich die Szenen vor meinem geistigen Auge ablaufen, insbesondere den Kampf Winnetous mit seinem Vater und seiner Schwester gegen Santer und seine Banditen.

An diesem Ort patrouillierten damals noch Ranger wegen der Minengefahr. Sie kamen gleich an und wiesen uns freundlich darauf hin, ja nicht über den Gipfel hinaus auf die Rückseite zu klettern. Da wir Männer, die Frauen haben gekniffen, aber doch die Wiesen besichtigen wollten, verwiesen sie uns an Mjele, dem Hirten, der direkt dort wohnt. Mjele war sehr freundlich und half uns gerne weiter. Er kramte gleich Filmfotos hervor und zeigte anhand dieser Bilder die Kameraeinstellungen. Da er sich mit den Minen auskannte, folgten Uwe und ich ihm, wir hatten aber bei der Führung ein mulmiges Gefühl. Leider hatten wir natürlich Verständigungsprobleme, aber mit Händen und Füßen haben wir uns doch verstanden. Die Wiesen vor dem Gipfel seien geräumt, jedoch nicht die dahinter liegenden, somit bestand auch keine Chance zur Sterbestelle zu gelangen. Wie wir seinen Ausführungen weiter entnehmen konnten, hat er in den Filmen als Komparse mitgespielt. Auf den Fotos, die während der Dreharbeiten gemacht wurden, konnten wir ihn nicht zweifelsfrei erkennen, weshalb der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung unbestimmt ist. Da die Komparsen damals aber alle aus den umliegenden Ortschaften stammten glauben wir es ihm mal. Die Verabschiedung war sehr herzlich, seiner Einladung in seine Hütte zu einem Umtrunk konnten wir dann aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr folgen. Aber wir versprachen, bald wieder zu kommen.

Unsere Schiffsreise führte uns auch nach Skradin zum Krka-Nationalpark. Hier waren wir einige Jahre zuvor schon mal gewesen. Trotzdem sind die Wasserfälle immer wieder ein Erlebnis. Nachdem man sich die Filme bzw. –fotos vorher angeschaut hatte, konnte man die einzelnen Kameraeinstellungen auch zuordnen.

Am Abend darauf machte unser Schiff Station in Trogir. Auch hier waren wir schon mehrfach gewesen, aber diese wunderschöne Altstadt fasziniert mich immer wieder. Die Stadt diente in Winnetou III als Santa Fe, das Rathaus als Gouverneurspalast. Am folgenden Morgen habe ich ganz früh vor dem Frühstück einen Rundgang durch die noch leeren Gassen gemacht. So konnte ich Drehortfotos ohne störende Personen machen.

Auf dem Rückweg von Zadar nach Rijeka standen noch zwei Tage in Plitvice auf dem Programm. Den Nationalpark besuchte ich zum ersten Mal. Nicht umsonst wird der Schatz im Silbersee als der schönste Winnetoufilm bezeichnet. Silbersee und Schatzhöhle sind noch genau wie damals. Aber nicht nur diese bekannten Stellen, sondern die gesamten Wasserfälle und Seen haben ihren Reiz.

Im meiner Vitrine mit den Urlaubsmitbringseln haben übrigens die Steine vom Pueblo-Plateau, dem Nugget-Tsil und aus der Schatzhöhle am Silbersee einen Ehrenplatz.